Von der Stille

Meine Stimme erzittert, ich brenne innerlich, doch äußerlich ist da nur … Stille.
Wenn die Zunge schwer wird, die richtigen Worte einfach nicht über sie kommen wollen, da liegt sie bleiern über mir. Meine innere Stimme drückt sich an die Innenseite meines Schädels, spinnt und dreht sich wild im Kreis. Aber sie kommen einfach nicht. Es bleibt bei ihr, sie zerquetscht jeden Laut. Wieso kann ich nicht den einen Satz finden, der jetzt die Welt aus den Angeln heben würde, oder doch wenigstens nur dein Herz berühren? Ich will dich erreichen und keine Statute bleiben. Ich strecke mich nach dir aus, will eine Brücke zu dir bauen. Doch weder bin ich Brückenbauer, noch habe ich lange Finger. Die Stille überlagert alles, ich kann sie nicht durchdringen. Nach nichts sehne ich mich mehr als die Einheit unserer Seelen, das Überlappen unserer Gefühle und Gedanken. Wie gerne wollte ich, dass du verstehst was in mir ist, wie ich denke und für dich fühle. Aber nichts kann es in Worte fassen. Und dann kommt der Alltag und zwingt stattdessen andere Worte hervor, pragmatische und so kalte, alles wird so unerträglich sachlich. Dabei brenne ich doch in Wahrheit und wollte nichts mehr als diese lodernde Flamme auf dich überspringen lassen. Wie kann das sein, im Inneren so bewegt und äußerlich … Stille?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: