Erinnerungen

Ich wandere heute die alte Strecke entlang, die ich als Kind so oft gegangen bin. An der alten Mühle komme ich vorbei und mit der Brücke über jenen kleinen, aber durchaus kräftigen Fluss. Mit jedem der einzigarigen Düfte, die hier in der Luft liegen, erwacht eine neue Erinnerung zum Leben. Es reißt mich zurück in verschiedenen Abschnitte meines Lebens, mal bin ich ganz jung, Heranwachsend und gleichzeitig betrachte ich das Alles doch durch meine jetzigen Augen. Ich bin erstaunt wie sehr mein Blick als Kind auf das Nahe ausgerichtet war. Jeden Grashalm habe ich damals erforscht. Heute streift er mehr in die Ferne, auf das andere Flussufer und die Häuser, die dort stehen. Sie scheinen mir fremd, auf sie und das große Ganze hatte ich früher nie geachtet. Die vertraute Strecke weckt weitere Erinnerungen. Wie ich beim Stadtfest am Tanz in jener altertümlichen Tracht teilgenommen habe. Doch so nahe die Erinnerungen auch scheinen, so sehr ich das Kind in mir noch fühlen kann, so fern sind die Erinnerungen gleichzeitig auch. Ich sehe den Weg am Sportplatz vorbei, zum Spielplatz, auf dem wir so viele Stunden verbrachten, durch ganz andere Augen, die Erinnerungsfetzen scheinen mir wie von einem anderen Leben. Ich wünschte mein Gedächtnis wäre stärker, ich wünschte ich könnte noch tiefer in sie eintauchen. Doch es bleibt bei Fetzen, mit jedem Duft ein neuer…

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