Was ist das…Anbetung

Die Hände falten und ein paar auswendig gelernte Sätze vor sich hinmurmeln? Keineswegs! Anbetung hat viel weniger damit zu tun, was wir sagen. Es ist damit auch nicht notwendigerweise die typische Gebetsform gemeint. Anbetung beschreibt vielmehr eine innere Haltung, die sich am Ende auch auf mein äußeres Tun auswirkt. Sie kann damit das normale Gebet beinhalten, geht aber weit darüber hinaus.

Mein ganzes Leben kann ich in einen Zustand der Anbetung versetzen!

Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Beschaffenheit meines Herzens, d.h. die Beschaffenheit von Verstand und Gefühlen, kurzum meines ganzen Seelenlebens. Um mein Leben in einen Zustand der Anbetung zu verwandeln, muss ich zuerst mein Innerstes wie eine Skulptur bearbeiten lassen. Mein Inneres strahlt dann nach außen ab.

Das Problem hierbei liegt in dem tiefen Konflikt mit den dunklen Begierden, denen mein Herz ausgesetzt ist. Aus diesen geht Leid hervor, das mich und meine Umwelt zerstören möchte. Meist beginnt es mit kleinen Lebenslügen, Knackse in meiner Selbstbewertung. Wir alle wollen Anerkennung, Liebe oder andere tiefe Bedürfnisse stillen. Die Lebenslüge besteht nun darin mir einzureden, ich könne sie nur im „Dunkeln“ stillen oder wäre es gar nicht Wert etwas Positives zu erfahren, wenn ich nicht … tue/erreiche/… Kleine Knackse wie „du bist zu…“ zerstören das Selbstbewusstsein, welches mir die Kraft geben könnte unberührt über diesen Verführungen zu stehen.

Um mein Herz in einen Zustand der Anbetung zu versetzen, muss ich es zuerst heilen. Dazu ist es notwendig meinen Blick von bloßen Dingen aber auch von anderen Menschen oder mir selbst auf Gott zu wenden. Dazu ist es außerdem notwendig den eigenen Selbstwert zu erkennen, der mir von Gott immanent, d.h. in meine Natur als Mensch selbst eingepflanzt wurde. Aber wahre Heilung ist am Ende nur durch die Versöhnung mit Gott möglich. Hierzu genügt ein einfaches „Ja ich will“ zum Versöhnungsakt durch Jesus. Dann nämlich sind alle Gräben überwunden und der Heilige Geist kann in das Herz eingegossen werden und an ihm eine übernatürliche Arbeit verrichten.

Wird das Herz in einen Zustand der Anbetung versetzt, strahlt aus ihm das Licht der Anbetung. Dies wird sich auch auf mein ganzes Handeln und Reden auswirken. Ich glaube fast jeder Mensch kann relativ schnell wahren Glauben erkennen, wahre Gläubige von Frommen oder Gesetzlichen unterscheiden, wenn er ihnen begegnet. Dieser Zustand der Anbetung ist eine innere Haltung, in der wir in Friede und Freude im Gleichklang mit Gott und seinen Wegen leben. Durch diesen Gleichklang transzendieren wir unser eigenes, sonst beschränktes Wesen, denn wir werden zu einem lebendigen Pfeil, der auf Gott hinweist. Und wir werden zu einem lebenden Gefäß, in das Gott selbst mit aller Kraft hineinfließt. Im Zustand der Anbetung geben wir Gott die Ehre, nicht nur mit bloßen Worten sondern durch unser ganzes Wesen, durch unser Handeln, Sprechen, Denken und Fühlen. Aber in diesem Zustand strahlt auch Gott in uns hinein und aus uns heraus. Mit der Anbetung Gottes im Himmel holen wir gleichzeitig ein Stückchen Himmel auf die Erde.

Anbetung ist also etwas, das über das bloße Gebet oder fromme Lieder hinausgeht. Es ist vielmehr ein Zustand, in dem wir unser ganzes Leben im Einklang mit Gott leben, es auf Gott hin ausrichten und von Gott durchdrungen werden.

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