Was ist das … Evangelium

Jeden Tag mühen wir uns ab, etwas zu erreichen. Wir holen das beste aus uns heraus, zwingen uns zu lächeln und zu kämpfen. Doch die Wahrheit ist, wir sind Hamster gefangen in einem winzig kleinen Rad. Unser Tun ist weitgehend sinnlos und vor allen Dingen vergänglich, alles rottet irgendwann dahin. So sehr wir auch versuchen das beste zu erreichen, wir stoßen permanent an unsere Grenzen oder steile Hindernisse. Es kostet Mühe diese Hindernisse zu überwinden, dabei müssen wir bereit sein Kosten in Kauf zu nehmen, die schwarze Flecken in unserer Seele hinterlassen. So sehr wir uns auch anstrengen, nie machen wir es allen Recht. Umso weniger fokussiert wir auf eine Sache sind, desto weniger gelingt sie. Je fokussierter wir auf diese Sache sind, desto mehr vernachlässigen wir andere Dinge, die wichig sind. Und am Ende sehen wir uns um und stellen fest, dass kein anderer mehr da ist. Einsamkeit macht sich breit. Obwohl wir mit vielen anderen ach so heftig gelacht und vielleicht sogar gefeiert haben, aus dem Auge aus dem Sinn. Eine Freundschaft ist wie eine Blume, wird sie nicht permanent gegossen vergeht sie. Das tragische dabei ist, die Sache, die uns so in Beschlag nahm, vergeht sowieso. Oft sind es berufliche Ziele, nicht selten sehr kurzfristig orientierte, so kurzfristig, dass nach 90% schon wenige Monate später kein Hahn mehr kräht.

Wenn ich abgemüht von den Anforderungen heimkehre, die ich in Beruf oder Privatem leisten können muss, wenn ich mich verzweifelt am Ende meiner Suche nach einer einzigen beständigen Sache in meinen Sessel stürze, will ich mich am liebsten nur noch ewig schlafen legen. Ich zweifle letztlich sogar daran, ob die Freundschaften, die einmal waren, wirklich so tief gingen wie ich sie empfunden habe. Ich hinterfrage meine Prioritäten und meine ganze Persönlichkeit, aber ich kann sie nicht rückgängig machen und mich nicht grundlegend ändern. Ich frage mich, ob ich für bestimmte Ziele noch stärker kämpfen sollte, ob ich wirklich genug getan habe sie zu erreichen. Und wenn ich sie erreiche, ob sie es Wert waren all die anderen Dinge für sie hintenanzustellen. Und dann lege ich mich erschüttert auf den Boden und greife zur Bibel.

Römer 1 Vers 1
„Paulus, ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert, zu predigen das Evangelium Gottes“

Das Evangelium Gottes. Was ist das? Meint er die vier Evangelien? Das kann nicht sein, die Paulusbriefe sind älter als die Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Das Evangelium Gottes, die frohe Botschaft, sie lautet:
„Kommt her zu mir (Jesus), alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ […] „so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen“ (Matthäus 11)

Denn Gott nimmt uns als seine geliebten Kinder auf, ganz ohne unser Zutun. Wenn schon nicht in dieser Welt, dann doch zumindest bei Gott: Wir dürfen das Hamsterrad verlassen. Es ist hier nichts beständig, weil nur einer beständig ist. Jesus öffnet seine Arme, damit unsere Seelen in ihm ihre Ruhe finden, in ihm sich in Abrahams Schoß (Lukas 16) betten können, d.h. bei Gott ihren beständigen Vater finden.

Diese Verheißung der Erösung können wir nur im Glauben annehmen, aber sie verändert uns: Sie strahlt einen Funken Hoffnung ins Leben, der die Trübseligkeit ein wenig beiseite schiebt und mir Mut für morgen gibt … obwohl ich auch morgen in keiner anderen Welt erwache. Öffne ich morgens meine Augen, ist sie noch immer dieselbe. Sie bleibt wie sie ist, ihre vielen Schwierigkeiten und diese schreckliche Sinnlosigkeit und Vergänglichkeit, sie sind auch morgen noch da. Aber ich trage in ihrer Mitte etwas in mir, einen Geist der Hoffnung, die Gewissheit in Gottes Buch des ewigen Lebens zu stehen. Jesus wurde in Jesaja unter dem Namen Immanuel prophezeit, das bedeutet „Gott mit uns“. Gott ist auch mit dir und mir! Er kam herab vom Himmel zu uns auf die Erde, um uns vor uns selbst zu befreien. DAS ist das Evangelium.

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Ein Kommentar zu „Was ist das … Evangelium

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  1. Gott tut für uns, was wir selbst nicht können.
    Wenn wir nicht mehr laufen können, trägt er uns ein Stück.
    Und er geht mit durch jedes Tief, durch jedes Tal.

    Letztens erzählte jemand, mit dem (den Ausdruck wiederhole ich hier nicht, wie er Ihn genannt hat) hätte er gar nichts mehr zu tun, er hätte Ihn so oft um Hilfe gebeten, aber der hätte nie geholfen.
    Das ist das, was verstanden werden muss. Alles Leid hat seinen Sinn, in allem ist Gottes Liebe, alles hat seinen Grund, soll uns helfen, uns aufwecken, zum lernen, zum wachsen bringen.
    Er nimmt uns nicht die Krankheiten, er schenkt uns keinen Lotto-Gewinn.
    Aber Er geht mit, mit uns durch alles durch, selbst wenn wir selber Mist machen.
    Das ist das Wunder.
    Nie allein. Nie verlassen.

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