An Jesus spaltet es sich

Ich schaue mich etwas in unserer Serienlandschaft um und stelle erstaunt fest, dass es derzeit doch recht viele Mysterie/Fantasy-Serien mit religösem Hintergund gibt. Engel, Geister, Dämonen, Luzifer und sogar Gott kommen darin vor. Eine bunte Vielfalt übernatürlicher und sogar vieler biblischer Kreaturen. Durchaus einige interessante Geschichten. Nur eine Figur fehlt durchgängig in all diesen Serien … Jesus.

Mit Jesus können die Kreativen dieser Welt scheinbar nicht viel anfangen. Alles andere lässt sich – wenn man schon nicht daran glaubt – zumindest in eine profitträchtige Geschichte einbauen. Nur Jesus Geschichte … damit macht sich nicht viel Geld. Er muss draußen bleiben.

Und so ist es auch oft meine Alltagserfahrung. Mit Geistern, Engeln und sogar mit Gott und dem Teufel können viele Menschen noch etwas anfangen. An eine höhere Macht oder zumindest eine Art Schicksal wollen viele noch glauben und wenn es nur am Blick aufs Tageshoroskop oder am um den Hals hängende Talisman zu bemerken ist. Aber Jesus, schon bei dem Namen zucken die ersten zusammen.

Jesus ist das eine Geheimnis, das die Welt nicht greifen und nicht verstehen kann. Wie Paulus schon schrieb: Die Botschaft vom Kreuz ist der Welt eine Torheit (1. Korinther 1). Ihr bleibt diese letzte Wahrheit, dieses letzte Puzzelstück verborgen. Ihr Herz bleibt verstockt, sie bleiben blind. Das traurige ist, das Bild bleibt ohne das Puzzelstück unvollständig. Es ist das Puzzelteil der Erlösung, des Lichts, ohne es bleibt die Welt in düstrem Leid gefangen. Und dieses Gefühl der Unerlöstheit merkt man auch jenen Serien an.

Diese seltsam scheinende Tatsache brachte mich ins Grübeln. Warum tut sich die Welt gerade mit Jesus so schwer? Gerade Jesus, der gegen Gewalt predigte, und gegen religiöse Gesetzlichkeit aber auch gegen religiöse Scheinheiligkeit. Müsste es uns nicht gerade bei IHM durch Mark und Bein gehen. Ist nicht gerade ER die Antwort auf all unsere durchweinten Nächte? Warum tun wir uns mit SEINEM Namen so schwer?

Bei Hollywood liegt die Antwort auf der Hand. Wie langweilig wären ihre Geschichten, wenn es einen Erlöser gäbe, der die Helden ohne ihr eigenes Zutun einfach aus der Hand des Bösen befreit? All die Bedrohung durch Dämonen, all die Verführung durch den Teufel, all die Ungewissheit ob der Charakter im Himmel oder der Hölle landet, sie wären plötzlich dahin. Eine gute Geschichte braucht den Konflikt, das Dunkle und die Ungewissheit, die besten enden oft sogar als Tragödie.

Aber dahinter steckt noch eine geistliche Komponente. Denn das spaltende an Jesus ist sein einmaliger Anspruch: ICH bin der Weg.
An Jesus entscheidet unser Weg sich.
Bei Jesus ist alles übernatürlich-mystische nicht mehr gleichwertig nebeneinander. ER ist der Weg, ER ist die Wahrheit, ER ist das Leben. ER ist der einzige Sohn Gottes. Gott hat sein wahres Gesicht alleine in Jesus offenbart. Gott reicht seine vergebende Hand in Jesus. Gottes Ruf an uns: „Willst du mein Sohn sein“ kann nur beantwortet werden mit „Und ich glaube an Jesus Christus“ (vgl. apostolisches Glaubensbekenntnis). Das passt nicht zum Zeitgeist. Der Zeitgeist kennt keine Wahrheit mehr, nur noch Wahrheiten. Der Zeitgeist kennt keine Entscheidung mehr, nur Lebensabschnitte, der Zeitgeist kennt keinen Gott mehr, nur noch Götter oder Göttliches.

Aber der Zeitgeist kennt auch keine Erlösung, er rennt sich in der Hölle der Depression tot. Und hält nur das Dunkle für wahrhaft realistisch, alles andere ist abstruse Schönmalerei. Der Zeitgeist kennt keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft mehr, nur das Gegenwärtige und nach mir die Sinnflut, die Sensiblen kennen vielleicht noch die Angst vor der zukünftigen Welt und welche Lasten wir ihr vererben.
Aber all die Antworten auf diese Düsternis, die sehnsüchtigen Fragen hinter den Ängsten, finden wir in Jesus: „Denn er errettet dich vom Strick des Jägers“ Gott spricht und offenbart mit Jesus: „Ich bin bei dir in der Not, ich will dich herausreißen und zu Ehren bringen. Ich will dich sättigen mit langem Leben und will dich zeigen mein Heil“ (vgl. Psalm 91)

Lasst euch den Weg zu Jesus nicht verbauen! Jesus gehört wieder vom Rand ins Zentrum unseres Glaubens!

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