Die Wurzel allen Übels

Die menschliche Natur mit all ihren Facetten, von Verstand bis Gefühl, sie ist in sich verkrümmt. D.h. sie sucht und will und liebt in erster Linie doch nur das eine: Sich selbst. Und sogar größte Selbstlosigkeit vermag sie oft nur zu erbringen, wenn sie am Ende einen Lohn für sich selbst wittert. Wie Adam Smith einst meinte: Auch der Bäcker steht nur so früh auf, weil er dafür einen Lohn erwartet. Und so ist und bleibt es der Fluch der menschlichen Existenz nichts als sich selbst zu wollen. Von tiefster innerer Verlorenheit bis grausamsten Gräueltaten, sie alle sind Konsequenz dieser inneren Natur, die sich in ihrem egozentrischen Umsichselbstdrehen verhakt hat.

Das ist es, was die Geschichte von Adam und Eva uns lehren will. Die Ursünde, die sich in der sog. Erbsünde ins menschliche Fleisch, d.h. in die menschliche Natur einbrannte, sie hieß: „…so sein wollen wie Gott“

Doch als der Mensch, dieser Adam und diese Eva, ihre Augen auftaten und von der Erkenntnis von Gut und Böse durchströmt wurden, da schämten sie sich. Denn unter der Erkenntnis von Gut und Böse erkannten sie, was eben geschehen war. Jenes so sein wollen wie Gott war eine Suche nach sich selbst, ein in sich selbst verkrümmt sein. Und so erreichten sie genau das Gegenteil: Sie entfremdeten sich von Gott. Denn Gott zeigt sein Wesen in perfektester Weise in Christus: Er strebte nicht nach sich selbst, sondern ließ für den Menschen alle göttliche Herrlichkeit fallen, wurde in Jesus Mensch, nahm das Kreuz auf sich … bis in den Tod. Er gab sich selbst in Form seines Sohns, für die Welt. Aber schon am Anfang: Ihm genügte es nicht einfach Gott zu sein, er schuf die Welt und die Menschen als Gegenüber, denen er seine Liebe schenken konnte…und sah dass es gut ist.

Und so bedeutet Gnade, dass wir in Gottes Kraft einen anderen Weg geschenkt bekommen: Den Weg in Gott von sich selbst hinwegblicken zu können, eine neue Schöpfung zu werden, so dass Gottes Liebe meine Liebe wird. Wenn unsere Gedanken nicht mehr nur unser eigenes Wohl suchen, sondern das vermögen, das unsere Natur aus eigener Kraft nicht kann.:Dann erst sind wir frei. Kein Freiheitsrecht kann diese Freiheit übertreffen.

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