Der fröhliche Tausch nach Martin Luther

Luther schreibt folgendes in seiner Glosse zum Römerbrief und fasst damit das ganze Evangelium nach Jesus Christus zusammen:

„Christus hat für mich genug getan, er ist gerecht, er ist mein Schutz, er ist für mich gestorben, er hat seine Gerechtigkeit zu meiner gemacht und meine Sünde zu seiner.

Weil er meine Sünde zu seiner gemacht hat, besitze ich sie nicht mehr und bin ganz frei. Da er seine Gerechtigkeit zu meiner gemacht hat, so bin ich durch die gleiche Gerechtigkeit, wie er, gerecht gemacht.

Meine Sünde aber kann ihn nie ganz verschlingen, vielmehr wird sie verschlungen von der unendlichen Tiefe seiner Gerechtigkeit, weil er selber Gott ist, gepriesen in alle Ewigkeit. Und wenn so Gott ‚größer als unser Herz‘ (1. Joh. 3,20) ist, so ist unser Verteidiger größer als unser Ankläger…“

Kurzum. Der fröhliche Tausch besteht darin, dass wir unsere Sünde auf Jesus ans Kreuz tragen und er im Gegenzug während unserer geistlichen Wiedergeburt seine göttliche Gerechtigkeit uns überstülpt. Aber da Jesus nicht nur Mensch, sondern Gottes Sohn ist, handelt es sich nicht um einen Tausch unter gleichen. Vielmehr wird am Ende die Sünde und der Teufel ganz vernichtet, da Gott größer ist als unsere Verlorenheit. Jesus stirbt zwar und mit ihr unsere Sünde. Aber anders als die fleischlichen Opferlämmer wird er vom Tod aufgeweckt und fährt zum Himmel auf. Die Sünde ist tot und gleichzeitig Jesus wieder zu Gott erhöht.

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