Kommunikation ist alles … der „Check in“

Kommunikation ist das wichtigste in einer Beziehung. Und zwar richtige Kommunikation. Das lernen wir derzeit Tag für Tag, stets aufs Neue.

Es gibt da aber ein paar einfache Tipps, die man beherzigen kann. Denn oft wird zwar geredet, aber nichts wirklich Wichtiges gesagt oder etwas ganz anderes verstanden. Wir wollen nun eine Methode probieren, die recht simpel ist, aber darum auch recht simpel in den Alltag eingebaut werden kann. Uns hilft sie und darum möchte ich sie auch hier vorstellen – der „Check in“:

Am Ende des Tages wird ein kurzes Feedback gegeben, ein sog. „Check in“ vollzogen. Ich unterteile diesen zum einfacheren Verständnis in 4 Teile:

1.
Partner 1 fasst seinen derzeitigen Gefühlszustand in einem Wort zusammen.
Zur Hilfe habe ich ein paar Adjektive aufgelistet. Ich fühle mich derzeit …

… glücklich

… traurig

… nervös

… aufgeregt

… wütend

… …

2.
Partner 1 erzählt kurz, was hinter dem Gefühl steckt, woher es kommt, aber auch gerne wie der Tag im Allgemeinen war.

Partner 2 hört dabei nur zu, kommentiert und bewertet die Aussagen nicht. Verständnisfragen sind aber erlaubt, es geht schließlich darum ein Verständnis für den Zustand des anderen zu gewinnen.

3.
Wenn Partner 1 fertig ist, bestätigt er dies mit einem kurzen „Ich bin da.“

Dann ist der zweite Partner an der Reihe und geht durch die genannten Schritte, auch er reflektiert seine Gefühle und seinen Tag und teilt es dem anderen mit.

4.
Am Ende geht es in eine kurze Zeit der Stille, um das Gehörte zu verarbeiten und evtl. einen Impuls von Gott zu erhalten. Mir hilft es dabei oft  einen kurzen Vers aus der Bibel zu lesen. Denn Gott spricht zu mir meistens durch die Bibel. Falls einer von beiden von Gott einen Impuls bekommt darf er diesen dem anderen gerne mitteilen. Auch ein gemeinsames Gebet könnte an dieser Stelle eingebaut werden.

All das hört sich unspektakulär an. Und es ist nichts Neues. Im Grunde ist es nur eine ritualsierte und etwas bewusstere Form des „Wie gehts, Schatz“, „Wie war dein Tag, Spatz“.
Aber uns – und ich glaube sehr vielen anderen ebenfalls – hilft es diesen gegenseitigen Austausch nicht nur nebenbei zu machen, sondern ihn tatsächlich bewusst als kleines gemeinsames Ritual zu gestalten.

Als Wirkung des „Check in“ will ich nur zwei entscheidende Aspekte nennen. In dem ich bewusst mit dem anderen kommuniziere erreiche ich zwei wesentliche Erkenntnisse:
Wie geht es meinem Partner und wie geht es mir. Diese beiden Erkenntnisse sich selbst nach oben ins Bewusstsein zu holen und auch bewusst an den anderen zu kommunizieren hat große Wirkungen auf die Beziehung.

Es sich selbst bewusst zu machen ist der erste Schritt an sich arbeiten zu können. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass wir oft schon beim Reden regulierend eingreifen. Der im Stillen noch riesige Ärger wird, sobald Worte dafür gefunden werden müssen und die Gründe laut reflektiert werden, von mir plötzlich in die richtige Dimension zurechtgeschrumpft…von ganz alleine. Im Stillen belassen hätte er sich dagegen immer weiter aufgebläht.

Noch wichtiger ist aber die gegenseitige Kommunikation. Zu erfahren, wie geht es eigentlich meinem Partner, und ihm zu kommunizieren, wie geht es mir. Viel Streit gründet auf Unverständnis, Missverständnissen oder unausgesprochenen Erwartungen, die unerfüllt bleiben.
Es ist wichtig all das, was in mir vorgeht, auszusprechen und gut zuzuhören, was in dem anderen tobt. Denn selbst in langjährigen Beziehungen gilt … wir sind alle keine Telepathen. Was nicht ausgesprochen wird, kommt evtl. nie richtig beim anderen an.

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Veröffentlicht in Beziehungen, Kommunikation, Leben

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