Wo kämpfen und wo sich arrangieren

Es gibt unabstreitbar Ungleichgewichte auf dieser Welt.

Die einen bekommen weit mehr als sie benötigen und wissen nicht wohin mit ihrem Geld, die anderen leben von Tag zu Tag und wagen sogar den Schritt auf ein winziges Flüchtlingsboot zu gehen, nur um der unwahrscheinlichen Aussicht auf ein besseres Leben wegen.

Doch wo zieht man die Grenze?

Der totale Kampf gegen das System ala Thomas Müntzer oder die Marxisten?

Das war bislang nie sehr erfolgsträchtig und vielleicht auch gar nicht empfehlenswert. Die Wahrnehmung nur auf das Schlechte zu richten, führt am Ende nur in letharge Depressionen. Auf der anderen Seite steht die Gefahr zum still, angepassten Leibeigenen zu werden, der sich gar nicht mehr eine eigene Meinung zutraut, und alles durch die rosarote Brille sieht.

An welcher Stelle gehen wir auf die Barrikaden, mit einem lauten Stopp! Und wann arrangieren wir uns mit den Begebenheiten, des eigenen Seelenfriedens wegen? Wo sehen wir realistisch ein, nicht das Paradies auf Erden schaffen zu können, oder sich auch mit kleinen Verbesserungen zufrieden zu geben, und wo ziehen wir eine absolute Grenze, die wir idealistisch bis aufs äußerste verteidigen?

Gerade wo unsere Gesellschaft sich fundamental gegen christliche Werte richtet, wie bei der zunehmenden Behindertenfeindlichkeit, wie am Beispiel Dawkings, der verlauten ließ sie alle zum Wohle der Menschheit abtreiben zu lassen. Oder wo verbindliche Beziehungen in Frage gestellt werden und Beliebigkeit das menschliche Miteinander bestimmt. Wenn Ideologien dem Volk aufgezwungen werden sollen. Wo Menschen zu Zahlen degradiert werden. Wo  Hunger/Armut gelitten wird, obwohl andere zu viel haben. Und wo Rassismus um sich greift. Überall dort ist mein Herz intensiv bei der Sache.

Aber wie aktiv sind wir und wo passen wir uns dann doch an?

Welche Opfer sind wir bereit? Und wo müssen wir auch mal an uns denken?

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Veröffentlicht in Gesellschaft, Politik
One comment on “Wo kämpfen und wo sich arrangieren
  1. Sólveig sagt:

    Unabhängig von einem christlichen Kontext frage ich mich das auch oft.

    Gefällt 1 Person

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