Der Traum von der Hoffnung

Sanft schwebt ihre Melodie hinab, ein wohltuender Ton wie wir ihn uns alle wünschten. Ein Ton aus unserem tiefsten Inneren, von dem wir einst als Kind feste träumten. Die Hoffnung das Trennende zu überwinden, von der Welt, die überwunden wird, damit in ihr nicht schwarz noch weiß ist, weder arm noch reich, wir als Geschwister eine Familie bilden. Ihr Geschmack vibriert noch in unseren Ohren. Aber so leicht diese Melodie auf den Wolken unserer Träume gleitet, so leicht wird sie auch von der schweren Trübe unserer Welt zermalmt. Eine Dunstglocke trennt uns von ihr, die unsichtbare Wand falscher Götter liegt zwischen ihr und uns. Jene Götter zertrennen den Traum, lassen ihn als Hirngespinst erscheinen. Außer ein Kind wagt ihn doch keiner mehr zu glauben, keiner, der noch etwas Verstand zwischen den Ohren hat. Aber ganz wollen diese Ohren die Hoffnung nicht vergessen, noch ist der letzte Ton in ihrem Trommelfell nicht zum Stillstand gekommen. Die Hoffnung nämlich, sie stirbt zuletzt. Und möge die Welt auch brennen, jene sanfte Hoffnung setzt sich auch im letzten noch frei pulsierenden Herz fort. Und wenn eines Tages die letzte Posaune vom Himmel erschallte und die Welt eine Ende fand, dann wird der Traum sich als die einzig wahre Realität erweisen.

Advertisements

Ein Kommentar zu „Der Traum von der Hoffnung

Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: