Ein tiefes Geheimnis steckt im Schicksal unserer Gegenwart

Wie musste sich Petrus gefühlt haben als Jesus auf dem Wasser stehend die Hand ausstreckte und ihn dazu aufforderte den Schritt zu tun, aus dem Boot zu springen und sich den stürmischen Wellen zum Trotz aufs Wasser zu wagen?

Ich atme tief durch, wenn ich dieses Bild vor mir habe. Es klingt wie eine nette Geschiche, die man schon Kindern gerne erzählt. Aber als Kindergeschichte geht sie an den Emotionen vorbei, die in diesem Moment stecken. Jesus und Petrus waren keine Hollywood-Charaktere, die gefühllos dem Schusshagel entgegenstürmten. Sie waren historische Menschen und Petrus insbesondere konnte nicht wissen, was ihn erwartete. Wie viele Scharlatane durchquerten schon diese Erde, man denke an so manch eine Selbstmordsekte. Welche Gewissheit hatte er, dass dies nicht nur eine weiteres Kapitel im Buch falscher Propheten war? Welche Gewissheit hatte er, dass ihm seine Sinne nicht einen Streich spielten, er von Erschöpfung und Angst Jesus herbeihalluziernierte?

Wie so oft stehen wir auch heute angstvoll vor dem Mysterium des Lebens. Wir wissen nicht, was morgen kommt. Das grausame Schicksal scheint vor unseren Augen sinnlos seine Klauen in die Geschichte zu schlagen. Geliebte Menschen sterben, der Mythos vom ewigen Fortschritt westlicher Zivilsation entpuppt sich als Lüge, selbst die hochgehaltene Freiheit ist nur eine Illusion und die Diktatoren dieser Welt hinterlassen nichts als verbrannte Erde, während Millionen auf der Flucht in ihrer Verzweiflung das Wahnsinnige tun und von einem Moment auf den anderen die ganze Welt aus den Angeln heben. Immer offensichtlicher wird es, dass jenes Leid, das die letzten Jahrzehnte so fern und unwirklich anmutete, in weit entfernten Ländern uns nichts anzugehen schien, plötzlich an unserer Türe klopft, dass das Ungleichgewicht dieser Welt von uns Rechenschaft verlangt.

Mit unseren inneren Ängsten konfrontiert und mit den äußeren Grauen der Erde zieht sich unsere Seele in einen dunklen Keller in sich zusammen. Aber gerade jene äußeren Grauen werden nicht lange mehr die innere Flucht erlauben. Und so stehen wir da, die Zukunft hinter hohen, wütenden Wellen verborgen. Die Angst türmt sich zum Hurrican auf. Was mag da liegen am anderen Ende jenes Sturms? Wir erkennen keinen Sinn hinter den Entwicklungen, die da vor unseren Augen die Welt in eine neue Richtung schubsen werden. Wir vermuteten uns sicher wie auf einer Insel, doch in Wahrheit sitzen wir auf einem Boot. Wir ignorierten die Warnungen, hängten die schlechten Boten und drohenden Propheten, die vor den Ungleichgewichten der Gesellschaften, dem Gewaltpotential ferner Konflikte, der Endlichkeit von Ressourcen oder unseren Auswirkungen auf natürliche Gleichgewichte warnten. Und jetzt braut sich der Sturm zusammen. In den kommenden Generationen wird die Welt ein weiteres Mal ihr Aussehen radikal verändern, ein neues Vorzeichen bekommen.

Welch Geheimnis verbirgt sich hinter jener Geschichte, in der wir stecken? Meine Sinne sind angespannt und erstarren vor der Größe des wachsenden Sturms. Müssen wir erschrecken?

Jesus ist König, er ist auferstanden und hat die Gewalten bezwungen.

Müssen wir wirklich erschrecken? Oder können wir nicht freimütig aus dem Boot in die Fluten springen? Hatte Petrus gar keine Angst? Welches Geheimnis verbirgt sich geistlich hinter diesen Kapiteln unserer heutigen Menschheitsgeschichte? Was bleibt uns verborgen? Stehen wir mit unseren angstgetriebenen Meinungen auf der richtigen Seite der Geschichte? Schauen wir dem Sturm mit der Gewissheit der Erlösung ins Gesicht, obgleich alle Vorzeichen negativ klingen!?

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