Als Paulus in die Welt auszog…

Als Paulus in die Welt auszog nahm er eine neue Botschaft mit sich. Eine schockierend andersartige Botschaft, die ihn mehrfach ins Gefängnis brachte. Denn wohin er auch kam und voller Mut und unerschütterlichem Glauben zu predigen begann, teilte sich die Menschenmenge.

Die einen hielten seine Predigt für kompletten Schwachsinn und hätte es statt Gefängnissen auch Psychatrien gegeben, sie hätten ihn dahin geschickt. Da kam dieser Jude aus einer fernen Welt und sprach von einem neuen König, Jesus, von dem zuvor noch keiner von ihnen gehört hatte. Dieser unbekannte Jesus solle aber plötzlich König der ganzen Welt sein – so Paulus Bekanntmachung – also mächtiger noch als Cäsar. Aber er soll vorher gekreuzigt worden sein. Wie bitte? Der König starb? Und dann von den Toten auferstanden? Wovon spricht dieser Irre? Verjagt ihn ehe er noch mehr Unsinn erzählen kann!

Für die anderen war die Predigt ein Skandal. Sie war ein Angriff auf die Ordnung der Dinge und die Macht oder Autorität, die sie in dieser Ordnung inne hatten. Paulus Predigten hinterfragten die Götter, an die man bislang glaubte, und die Tempel, an die man so fleißig spendete oder von deren Spenden man lebte. Sie verdammten die Statuen, die man so teuer verkaufte. Und das Amt des Priesters, mit dem man so viel Macht ausüben konnte. Aber das war Paulus noch nicht genug. Auch die weltliche Autorität des Kaisers wurde in Frage gestellt. War nicht der Kaiser göttlich? Und nun soll dieser Jesus der wahre König der Welt sein? Der Kaiser entthront? Waren nicht bereits diese Worte Hochverrat? Paulus war schlecht fürs Geschäft und seine Botschaft eine Auflehnung gegen den römischen Staat und seine religiösen und politischen Führer. Der Duft von Revolution schwang in der Luft. Diesen musste man mit allen Mitteln unterjochen, ehe sich diese gefährliche Botschaft weiter ausbreitete.

Doch obwohl die einen es für den unverständlichen Schwachsinn eines Irren hielten, und die anderen es als gefährlich, aufwieglerischen Skandal sofort unterdrücken wollten, gab es in jeder Stadt und jedem Land immer auch eine kleine Gruppe, bei denen die Botschaft eine tiefe Macht der Veränderung entfaltete. Obwohl auch viele dieser Gruppe zuvor nichts von den Hintergründen der Botschaft kannten ehe Paulus sie erzählte, oder sich dessen bewusst waren, welche Bequemlichkeiten sie aufgaben, wenn sie sich wie er gegen das alte System aussprachen, die Botschaft war so mächtig und transformierend, dass es auch in den entferntesten Winkeln des römischen Reichs Menschen gab, denen sie tief aus der Seele sprach. Überall – auch weit von Israel entfernt – traf Paulus auf Menschen, die durch diese neue Botschaft tief in ihrem Herzen berührt wurden und darin eine bis dato in ihnen verborgene Wahrheit erkannten. Diese Botschaft füllte und erneuerte sie von Grund auf. Plötzlich fand ihre Seele das zu Hause, nach dem sie so lange gelechzt hatte. Und es löste in ihnen eine dramatische Erneuerung aus, eine innere Transformation durch welche das Reich Gottes in die Welt kommen sollte…

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