Fürchte dich nicht !

Drei Worte jagen in die Finsternis hinein, ein Versprechen unvergleichbaren Ausmaßes. Sie stechen in eine Zeit, in der die Wellen sich wolkenkratzerhoch vor uns aufbäumen. Sie klingen am lautesten in der depressiven Stimmungslage unserer heutigen Zeit. Dann zeigen sie ihre große Macht: Wenn die beklemmende Erkenntnis unser Herz erreicht, dass der Höhepunkt des modernen bzw. postmodernen Westens  hinter uns ist, wenn die Illusionen, an die wir uns so sehr gewöhnt und zur Religion erhoben haben, langsam vor unseren Augen zerbröckeln, die Lebenslüge eines stetigen Wachstums, eines ewigen Fortschritt und wir erkennen, dass es nichts heißt im 21. Jahrhundert und nicht mehr im Mittelalter zu leben, dass der Glaube einer ewig dauernden moralischen, technischen und wirtschaftlichen Evolution – wir heute höher entwickelt seien als vor 100 Jahren – uns in eine Sackgasse postmodernen Relativismus führte. Am Horizont stampfen die furchterregenden Gespenster globaler Katastrophen auf uns zu, Machtverlust des Westens, Aufstieg des Ostens, Ressourcenmangel, Klimakatastrophe, Völkerwanderungen, Terrorismus, Kriege, Zerfall der EU, demographischer Wandel, Eurokrise, Verlust unserer Renten, Werteverfall, Scheidungsraten, zerbrochene Familien, Korruptionsskandale, Burn-Out-Raten, Depression die deutsche Volkskrankheit…

Der Geist der Angst, vor einer immer dunkleren Zukunft, stellt sich mit breiter Brust vor uns und versperrt uns die Sicht nach vorne. Er lacht und spuckt auf uns, packt uns an der Brust und schuckt uns vor sich her. Hilflos trudeln wir in Anbetracht dieses großen und unbezwingbar anmutenden Geistes rückwärts bis wir mit dem Rücken an die Wand stoßen, die Arme zum Schutz vor unser Gesicht hebend, bibbernd und zitternd jeden Moment den finalen todbringenden Schlag erwarten. Der Geruch von Vergänglichkeit zwängt sich uns auf, dass wir uns fast übergeben müssen. Am Himmel nur graue Wolken und Blitze, gefolgt vom harschen Donner unseres verunsicherten Magens.

Und in Mitten dieser Finsternis stößt das Versprechen hinein. Wir können es gar nicht glauben, so groß ist es. Das Versprechen uns zu erlösen, den Geist der Angst zu vertreiben, unseren Blick zu erweitern. Ein Versprechen aus drei Worten:
Fürchte dich nicht!
Fürchtet euch nicht!

Drei Worte so kräftig, dass sie umhauen. Sie ermächtigen. Auch damals keineswegs in lichte Tage gesprochen, sondern in größtes Leid hineingetragen. Das Versprechen gibt neue Perspektive und zerrt uns heraus aus der Hölle jener düsteren Zukunft. Denn es ist eine Verheißung auf eine Fülle, die uns diese Welt gar nicht geben kann, die sie gar nicht kennt. Diese Fülle holt uns als ecclesia heraus aus der verlorenen Welt…mitten in ihr.

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen.“ Jesaja 43

„Fürchte dich nicht, ich helfe dir!

Ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels.“ Jesaja 41

 Erschreckt nicht; fürchtet euch nicht.
Habe ich es euch nicht vor langer Zeit gesagt und euch verkündigt? Und seid nicht ihr meine Zeugen dafür? Es gibt außer mir keinen Gott, von einem anderen Felsen weiß ich nichts.“ Jesaja 44

Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes! Eure Weiden werden bald wieder grün sein. Die Bäume werden wieder Früchte tragen, Feigenbäume und Weinstöcke geben wieder vollen Ertrag.“ Joel 2

„Mein Geist bleibt bei euch, wie ich es mit euch vereinbart habe, als ihr aus Ägypten gekommen seid.
Deshalb fürchtet euch nicht!´“ Hagai 2″Doch fürchtet euch nicht vor denen, die euch bedrohen.“ Matthäus 10

„Der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht!
Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr“ Lukas 2

Fürchte dich nicht, Volk Israel. Sieh, dein König kommt; er sitzt auf einem Eselsfohlen.“ Johannes 12

„Aber ER legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte, und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und h
abe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ Offenbarung 1

Saugt sie auf diese Worte des Heils. Nehmt die Waffenrüstung Gottes auf euch. Gegen alle Bedrängnis, gegen die Furcht, die uns von den Geistern dieser Welt eingeimpft wird. In den Versprechen unseres HERRN liegt die Kraft sich dieser dunklen Macht zu erwehren. Mit dem Schild unseres Glaubens können wir alle Pfeile des Bösen abwehren. Wenn wir den drei Worten glauben, dann prallen die Pfeile an uns ab. Und selbst wenn der Geist der Angst seine Pfeile anzündet und sie mit schrecklichstem Gift besprüht, wir stehen unter dem Schutz des allmächtigen Gottes. Der zu uns eindrücklich spricht: Fürchte dich nicht. Glauben wir ihm, wovor brauchen wir uns dann noch zu fürchten?
„Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen … Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. “ (Psalm 91)

Fürchtet euch nicht!
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