Wo ist nur der Friede? Hilfeschreie inmitten des Terrors

Wo die Welt in Asche und Gewalt versinkt, da falle ich zu Boden und knie kopfschüttelnd vor meinem Schöpfer. Ich weiß nicht, was hier geschieht. Wie kann dies Geschehen einen Sinn haben? Warum muss das Böse derart ausreifen? Höst du nicht das Schreien der Ermodeten und Gefolterten? Siehst du nicht die abgeschlagenen Köpfe durch die Straßen dieser Welt kullern, ihre verstümmelten Leichen am Wegrand liegen? Setze dem doch ein Ende! Dein ist die Kraft und die Herrlichkeit. Erlöse uns von dem Bösen! Es ist kaum auszuhalten, die Verblendung des Menschen treibt ihn zu den Waffen, unser Blut fließt durch die Gassen unserer Städte, immer neues Blutvergießen kündigt sich an.

DU wirst doch auch der Friedefürst genannt.

Komme doch, Oh Herr!
Schenke der Welt deinen Frieden, jenen Frieden, zu dem wir selbst auch nach Jahrtausenden noch immer unfähig zu sein scheinen.
Komme doch, Oh Herr!

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17 Kommentare zu „Wo ist nur der Friede? Hilfeschreie inmitten des Terrors

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  1. Mir fallen dazu grad die vielzähligen Prohezeiungen ein, die alle in einem überein stimmen:
    Eine dreitägige Finsternis, das einzige Licht in diesen Tagen sind geweihte Kerzen, da reicht dann aber eine von, die brennt lang genug, wenn es wieder hell wird, werden viele gestorben sein aber viele werden auch überleben und dann bricht ein neues Zeitalter an.

    Was hält man von solchen Prophezeiungen? Sie beinhalten immerhin einiges, was die zu der Zeit noch nicht wissen konnten („ganz schlimm wird es, wenn die Frauen Schuhe tragen unter denen man durch gucken kann“ ist ein witziges Beispiel, aber z.B. auch „Die Menschen haben alle kleine Kästen in der Hand, aus denen sie alles erfahren können“ …

    Bin mir nicht sicher, ob das immer nur gedacht ist, um uns endlich wach zu machen, oder ernst.

    Ich hab jedenfalls sicherheitshalber eine geweihte Kerze parat 😉

    Wenn ich Gott wär (mal so respektlos gesagt) ich hätte langsam aber sicher die Schnauze voll und würd uns einen Kometen auf den Kopf schmeißen.

    Mein Kalenderbild diesen Monat ist der Grand-Place, ich kenne Menschen, die in Brüssel wohnen, unser Firmen-Headquarter ist da in der Nähe….

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  2. Ja, glaubt man den biblischen Prophezeiungen (Bsp: Daniel, Offenbarung des Johannes) und Jesus Endzeitreden dann wird es tatsächlich zuerst ganz, ganz, ganz dunkel ehe es heißt „von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toden“ … und das verheißene messianischische Friedensreich beginnt, der Welten-Shalom.

    An geweihte Gegenstände glaube ich als Evangelischer jetzt nicht unbedingt. Ich würde da eher sagen die geweihte Kerze bist du und ich und alle, die Jesus Christus als das Licht der Welt in ihren Herzen tragen. Aber dennoch finde ich solche Sachen irgendwie auch schön. Ein kleines Lichtlein immer parat zu haben 🙂

    Ja, mir gehts auch oft so. Hätte schon mehr als ein Mal auf den Kometen zurückgegriffen.
    Aber Gott hat da irgendwie noch was anderes vor, was auch immer das ist…

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      1. Eben.
        Kennst die Geschichte vom Seestern und dem Jungen. So etwa ist das auch hier: (finde ich immer ermutigend)

        Ein älterer Mann spaziert am Sandstrand am Meer entlang.

        Da sieht er einen Jungen. Er schaut ihm zu. Der Junge hebt Seesterne auf, die von der Flut ans Land gespült wurden.

        Seesterne können im Sand nicht laufen. Sie sind Meerestiere. An Land sterben sie.

        Der ältere Mann fragt den Jungen: „Was machst du da?“

        Der kleine Junge antwortet: „Ich rette die Seesterne. Die heisse Sonne wird sie sonst bald austrocknen.“

        Der ältere Mann lacht und fragt: „Was kannst du schon ausrichten? Es sind tausende Seesterne an Land gespühlt worden, der ganze Strand ist voll so weit das Auge reicht. Wenn ein paar mehr oder weniger sterben ist das doch egal, du kannst sie eh nicht alle retten.“

        Der kleine Junge schaut traurig zu Boden, hebt einen Seestern auf, schaut raus aufs offene Meer, wirft den Seestern entschlossen ins Meer und sagt mit zufriedener Miene: „dem war es nicht egal – dem konnte ich helfen.“

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  3. Frieden ist aus meiner Sicht ein Wunschtraum, was auch immer ein Wunschtraum bleiben wird, aus dem ganzen einfach Grund, das der Mensch in der Regel ein schlechtes Wesen hat. Und dieses schlechte Wesen zeichnet sich primär durch Egoismus, Unvernunft und Gier aus. Sprich: Letztendlich kann der Friede nur dann erreicht werden, wenn es gelingt, den Menschen auf zu zeigen, dass sie alle an ein und den selben glauben, nur eine andere Neaunce von diesem sehen.

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    1. Also müsste man primär irgendwie an das schlechte Wesen heran? Den Egoismus, die Unvernunft und die Gier.
      Das menschliche Innere müsste sich dann wohl ändern.
      Dass es nicht mehr das Ego zum Gott erklärt, nicht mehr das Überleben des Stärkeren sondern die Liebe für vernünftig hält und nicht mehr nur ans Haben und Bekommen denkt sondern vor allem Geben möchte.

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      1. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit. C. G. Jung war einer der ersten Therapeuten, der den dunklen Bereich in uns entdeckte: „Der Schatten ist alles das, was du auch bist, aber auf keinen Fall sein willst.“ Er ist wie ein langer Sack, den wir hinter uns herziehen.Die Lehre von den Schatten besagt:

        In jedem von uns existieren neben den positiven auch a l l e negativen Eigenschaften – Gier, Neid, Rachsucht, Egozentrik, Faulheit, Schwäche, Feindseligkeit,…Das Ziel der Schattenarbeit heißt: Vergeben Dir selbst, dass Du als Mensch unvollkommen bist. Jeder von uns liebt und hasst, ist gefällig und rücksichtslos, eingebildet und verständnisvoll. Unsere Aufgabe ist es, das zu erkennen und dann für jeden Aspekt Akzeptanz und Mitgefühl zu entwickeln. Nur wer sich selbst liebevoll annimmt, kann das auch bei anderen. Und wer andere streng verurteilt, tut das meist auch bei sich selbst. Wirkliche Selbstliebe bedeutet, Licht
        u n d Schatten in sich zu sehen und beides positiv zu betrachten.

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    2. Ich glaube an das Goldene Zeitalter, das Köngreich Gottes auf Erden oder wie immer man es nennen mag.
      Dafür not-wendig ist ein globales Erwachen.
      Wir leisten vielleicht Sisyphus-Arbeit, doch das ist das Einzige, was wir tun können, um das „Gute im Menschen“ oberhand kriegen zu lassen.
      Letztlich muss es wohl ein Alien-Angriff oder so was sein, das die Menschen begreifen lässt, dass wir eine Familie Mensch sind 😆
      Aber was nützt es, die Hoffnung, den Traum, aufzugeben?
      Man bedenke, was alles vor meist noch gar nicht langer Zeit als unerreichbar erschien.
      Die Dinge verändern sich immer schneller, fehlt nur noch ein kleiner Quantensprung – eine Änderung der Sichtweise und plötzlich kann alles ganz anders sein 🙂

      Ananda, die unverbesserliche Optimistin – kann ich nix für, bin so geboren 🙂

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      1. eben 🙂 einfach immer weiter Apfelbäumchen pflanzen 🙂

        und stammt nicht auch von Carl Gustav der Satz „Indem ich gestalte, gestalte ich mich selbst“ ?
        auch das tun wir ja hier im blog fleißig, gell 😉

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  4. Ja C.G. Jung hatte einige interessante Ansätze…wobei mein Wissen nur sehr, sehr sporadisch ist.
    Auch nur die Annahme der eigenen Schattenseiten macht mich wirklich auf zwei Augen sehend. Sie verschwinden ja nicht, wenn ich sie leugne, sondern bleiben nur im Verborgenen. Und im Verborgenen türmen sie sich zu Monstern auf.

    Meiner Erfahrung nach kann es bei kleineren Dingen oft schon therapeutisch wirken die verborgenen Schatten für sich einfach ans Licht zu holen. Bei Angst erlebe ich das zumindest oft. Kaum bekenne ich meine Angst und höre dabei meine eigene Stimme, betrachte ich sie plötzlich aus einem ganz anderen Licht. Wie ich meine eigene Stimme höre, ordne ich das Objekt der Angst ganz neu ein und erkenne wie lächerlich klein sie bei Tage betrachtet eigentlich ist. Ich kann mir vorstellen, dass dies auch bei anderen Dingen wie Gier oder Egozentrik funktionieren kann. Solange ich ein halbwegs intaktes Gewissen habe, ordne ich die Schatten bei Tageslicht schon wieder ganz neu ein.

    Es macht mich auch demütig. Ich bin eben nicht der heilige Held, ohne Fehler und Macken.

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  5. ER verachtet Sklaverei und lässt uns darum unseren „freien“ Willen.
    Was wir damit anstellen, dafür sind wir allein verantwortlich.

    Wir sind sehr zahlreich und keiner geht frei-willig. Die Bereitschaft zum teilen ist erst in den Anfängen. Noch dominieren Gier und der eigene Vorteil. Licht und Schatten, Wahrheit und Unwahrheit.

    Wir werden es vielleicht erleben (müssen).

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