Ist Armut besiegbar?

Ich behaupte sie wäre besiegbar, aber wir kennen kein Mittel, es zu vollbringen.

Rein theoretisch bestände die Möglichkeit unser Essen so zu verteilen, dass keiner unterernährt sein müsste. Noch sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache: Es wird mehr als genug Nahrung produziert.

Bisherige Versuche: Durch bessere Systeme

Was dem entgegensteht ist der Mensch und seine Unfähigkeit in großen Dimensionen zu handeln. Systeme wie die sozialistischen waren zum Scheitern verurteilt. Ihre Ineffizienz konnte nicht mit den marktwirtschaftlichen mithalten. Kein System verteilt Ressourcen so effizient wie das kapitalistische und fördert den technischen Fortschritt auf ähnlich beeindruckende Weise.

Auf lange Frist wäre es theoretisch auch denkbar durch Marktwirtschaft Armut zu überwinden, wären nur unsere irdischen Ressourcen unbegrenzt. In der Marktwirtschaft kommen wir unserem Ziel vielleicht so nah wie nie zuvor. Denn die zu erwartende Rendite liegt in weniger entwickelten Ländern höher als in entwickelten. Der Drang zum Wachstum treibt den Investor somit in weniger entwickelte Länder, wenn die Rahmenbedingungen wie politische Stabilität eine gewisse Sicherheit bieten.. An den asiatischen Schwellenländern und insbesondere China konnten wir dies erleben. Doch Mitte dieses Jahrhunderts werden dann viele wichtige Ressourcen zuneige gehen und die Umweltschäden ihren Tribut fordern.

Eine reine Planwirtschaft kann dies nie erreichen, alleine schon technisch wird sie immer hinterherhinken und sich außerdem mit zunehmender Größe in immer ineffizienteren und bürokratischeren Strukturen verlieren. Bis am Ende ein Monstrum geschaffen wurde, das an Kafka erinnert.

Gleichzeitig ist die kapitalistische Effizienz aber mit darwinistischen Prinzipien des permanenten Wettbewerbs teuer erkauft. Wettbewerb fördert die Entwicklung effizienterer Strukturen und reinigt das System von kafkaschen Monstern. Doch ebenso bedeutet Wettbewerb immer auch, dass es Gewinner und Verlierer geben wird. Dass die Verteilung nicht nach moralischen und schon gar nicht nach Grundsätzen der Gleichheit, sondern nach Effizienzgesichtspunkten und der Wettbewerb nach dem Motto „survival of the fittest“ ablaufen wird. Bis dato bedeutete das immer: Die Verlierer dieses Wettbewerbs hungern und leben in bitterer Armut. National gab es den Weg der sozialen Marktwirtschaft die Schere nicht zu weit auseinanderdriften zu lassen, doch auf globalem Maßstab gibt es nichts dergleichen. Die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer.

Eine Alternative: IM Menschen anfangen

Ich setze gegenüber den systemischen Versuchen das Problem zu lösen  eine Alternative: Würde man das Problem nicht versuchen auf systemischer Ebene anzugehen, könnten wir es vielleicht ebenfalls in den Griff bekommen. Was wir dafür benötigten wäre ein neues Herz. Das aber nicht nur bei einzelnen noblen Wohltätern. Nur einzelne reicht nicht, deren Veränderung würde wieder zerbrechen oder in fatalen Diktaturen enden. Es müsste flächendeckend bei allen geschehen, auf allen Seiten. Dann würde die Menschheit als Ganzes von ganz alleine und zu jeder Zeit darauf Acht haben, dass keiner von ihnen in Armut und Hunger geriete. Ganz ohne irgendeinen Staat, der es planwirtschaftlich vorgibt, ganz ohne Renditeversprechen, ganz ohne einen Gedanken an die Opfer, die man dafür erbringen müsste. Dafür müsste das menschliche Herz von Grund auf gereinigt werden von Motiven des Egoismus.

Schön klingt das und für den Einzelnen ist es vielleicht sogar umsetzbar. Darauf kann man politisch allerdings nicht setzen, man kann es schon gar nicht politisch erzwingen.

Daher bleiben wir vorerst leider im besten der schlechten, im einzig funktionierenden Zustand des Kapitalismus sitzen. Im Hinterkopf immer das pochende Gewissen, es ginge auch anders. Das Wissen, wir produzieren genug für alle. Aber der Mensch steht dem Ende der Armut entgegen.

Trotzdem dürfen wir nicht aufgeben: Das neue Herz kann unser individuelles Ziel sein. Im Wissen unser Wandel hier, durch den Heiligen Geist, ist ein Anfang, ein Wegweiser zu einer neuen Welt. Vielleicht tun es uns möglichst viele gleich und diese Welt wird ein wenig besser. Und dann ist da noch die Hoffnung, dass Jesus eines Tags wiederkommt.

 

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