Im Sog quälender Angst gefangen

Sie kommt am Abend oder morgens vor dem Aufstehen, schleicht sich in dein Bett. Reinstes Gift träufelt sie dir in die Venen, stürzt dich in ein durchnässtes Fieber. Die Gedanken kreiseln sich um das, was sein könnte, aber nicht in deiner Macht ist. Sie kehren immer wieder zurück zur Katastrophe. Sie hören einfach nicht auf. Immer und immer wieder. Schrecklichste Bilder wiederholen sich vor deinen Augen. Ein nicht endend wollender Wegbegleiter. Gefesselt von den quälenden Fantasien, drückt es dich bis nach unten an den Lattenrost.

Wie in Treibsand gefangen kannst du dich nicht von selbst befreien. Sie bohrt sich toxisch in deinen Kopf. Schubweis spuken die Geister des Wenns, des Falls. Du fällst in eine Schlucht, drehst dich im Bett noch einmal um. Schwitzend fieberst du vor dich hin, noch etwas Schlaf und es geht dir wie bei der Grippe wieder besser…

…nein…

…bleibst du liegen, treibt sie dich tiefer hinein. Der Sog der Sorge zieht dich immer weiter in den Sand hinein, bis du Wahn und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden kannst.

Ein Schrei durchbricht herzzerreißend alle Stille:

Befreie mich!

Heile mich!

Zerbreche die Gedanken, die alles in Frage stellen und nur das Schlechte sehen. Was, wäre, wenn. Nicht in meiner sondern in deiner Hand liegt all das. Nehme die Last von meinen Schultern! Ich ertrinke. Hosanna – Helfe mir!

 

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Veröffentlicht in Alltag, Blog
One comment on “Im Sog quälender Angst gefangen
  1. ananda75 sagt:

    Frieden sei mit dir und den Deinen

    Gefällt mir

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