Lass mich zerbrochene Herzen erkennen

Ich will in die hungrigen Gesichter auf unseren Straße blicken,mitten hinein ins Leid gehen und nicht erzittern, mich nicht Abwenden vor Gestank und Schmerz. Mein Geist möge in voller Wachheit das Herz erkennen, das von menschlichen Augen verborgen, in Stücke gebrochen daliegt. Nicht weichen und nicht zurückschrecken, die Dinge sehen, wie sie wirklich sind. Hinter den Fassaden werde ich wandeln, mögen die Zimmer dort auch dunkel von kalten Schatten befangen sein. Kein Schrecken kann noch so grausam sein, kein Graben tief genug, als dass er mich vertreiben könnte.

Licht der Welt erleuchte unsere Finsternis.

Komme wieder!

Hier wo die Welt sich zum Abgrund hin neigt, die Hoffnung nur ein Gerücht aus einem fernen Universum ist, hier wird er kommen. Wer sonst könnte ihn ertragen und seine Hoffnung zu schätzen wissen? Die satten sicherlich nicht. An jenen Orten geben sich die Verbrecher die Klinke in die Hand, nichts ahnend von der Wahrheit, die in Kirchtürmen den Frommen vorbehalten scheint, ein Trugschluss. Die sich am Abend in den Schlaf Weinenden werden in ihrer Einsamkeit die Pausaune des Engels als erste vernehmen, in Furcht das Ertrocknen der Tränen erfahren. Wer sonst vermag es denn „Helfe doch endlich“ (Hosanna) aus tiefstem Herzen auszusprechen, herauszuschreien?

Lass die Posaune ertönen.

Komme wieder!

Ein Wirbelwind fegt über sie alle hinweg, vergessen zu machen wer sie einst waren, sie zu dem zu erheben, der sie sein werden und seit Anbeginn der Zeit schon waren. Wehe aber den Peinigern. Lass mich ihren Schmerz erkennen, lass mich nicht erkalten, die Augen nicht verschließen, ihr Bruder werden, für sie den guten Kampf gegen Dämonen und menschliche Mächte kämpfen, beten.

 

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