Die Gemeinde Jesu – die Ausgestoßenen?

Geht man die Seligpreisungen (Mt 5) durch erkennt man das Gegenbild zur Welt wie sie ist.

Selig sind hier die Besitzlosen, die sich in ihrer Besitzlosigkeit des Leids anderer Menschen annehmen und dieses Leid auf ihren eigenen Schultern mittragen, die nicht ihr eigenes Recht durchsetzen sondern sich im Gegenteil im Verzicht auf ihr eigenes Recht und in Aufgabe eigener Würde sanftmütig und barmherzig um die Rechtlosen und Geringen der Welt kümmern. Selig sind, deren Sehnsucht nach Gerechtigkeit in einer gottlosen Welt stets unbefriedigt bleiben wird, so dass sie in der Welt stets Hunger und Durst leiden werden, die keine eigenen Wertungen kennen sondern mit reinem Herzen in kindlicher Hingabe nur Jesus alleine und alleine Gottes Gerechtigkeit sehen, die für den Frieden eintreten, auch wenn sie von den Kriegslüsternen niedergetrampelt werden, die um die gute Sache und um ihren Glauben wegen verfolgt und verschmäht werden.

Kaiser Julians zynische Erwiderung auf die Seligpreisungen ist auch typisch für unsere Gesellschaft: Er habe die Güter der Christen doch nur konfisziert, damit sie auch wirklich arm ins Himmelreich eingehen könnten.

Wenn man sich die seliggepriesenen Eigenschaften anschaut, welchen Platz haben solche Leute in einer Welt wie der unsrigen? Bei uns gelten Menschen als etwas, die genau die gegenteiligen Werte verkörpern. Ruhm, Macht und Ansehen erlangen Menschen, die es gelernt haben zu kämpfen, sich zu präsentieren, ihr Recht durchzusetzen, den Wettbewerber zu besiegen, sich und ihr Produkt zu vermarkten.

Es bleibt als Platz nur noch einer übrig, bei den Geringen, Kranken, Entrechteten, den Sündern und Ausgestoßenen unserer Gesellschaften. Und in letzter Konsequenz bleibt nur noch der Platz bei ihrem Herrn … am Kreuz. Denn wo Jesu rief: „Selig, selig“ lautete die Antwort der Zivilisationen stets: „Hinweg, hinweg“.

 

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Veröffentlicht in Blog, Theologie
2 comments on “Die Gemeinde Jesu – die Ausgestoßenen?
  1. zaraposta sagt:

    Hat dies auf Verschiedenes rebloggt.

    Gefällt mir

  2. urulix sagt:

    Das Helle erkennt man nur wenn man das Dunkle kennt.

    Ich glaube dass Gott alles so eingerichtet hat dass das Gute letzten Endes erfüllt wird. Mit den Anfangsbedingungen des Kampfes und des Tötens.

    Da muss die Menschheit durch. Und das wird dauern. Und Leid ist vorgesehen. Siehe meine Regeln.

    Alle großen Religionen sind noch am Anfang.
    Immer steht noch Unfreiheit auf dem Verhaltenskodex der Oberen in der Kirche.

    Aber Gott hat es eingerichtet, dass selbst Unperfekte seine Ziele, auch via Jesus, bekannt machen. Perfekt gemanagt kann man sagen, Verzeihung.

    Das vorerst in aller Kürze.

    Gefällt 1 Person

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