Sind die Flüchtlinge eine Gefahr?

Verwirrende Ereignisse brechen aus den Lautsprechern meines Fernseher hervor, sind alltäglich in Zeitungsartikeln zu lesen. Flüchtlinge strömen aus einem Land, dessen wahren Zustände ich nicht begreife oder auch nur im geringsten kenne. Sie kommen in das unsrige. Sie sind uns fremd, anders sozialisiert, glauben andere Dinge, ihre Motivationen bleiben schleierhaft, ich kann ihr Denken und Leben nicht voll nachvollziehen. Was bringt einen Menschen dazu, solche Risiken einzugehen? Wer sind sie? Was ist nun der rechte Weg? Soll ich mich nach rechts oder links wenden, sie mit Willkommensblumen überhäufen oder ihre bloße Masse gegen unsere finanziellen und räumlichen Kapazitäten gegenrechnen? Droht gar ein Terrorist zu uns hindurchzurutschen? Wie fangen wir die unterschiedlichen Glaubensvorstellungen, die so ganz andere Weltanschauung auf? Alleine das Frauenbild ist ein ganz anderes. Droht ein Konflikt der Kulturen?

Wenn mir der Kopf vor lauter Verwirrung und Sorge zu bersten droht, da bleibt mir nur eine Wahl: Ich muss es abgeben. Nicht ich lenke die Zeiten. Mein Wohl und Weh hängt nicht an mir und nicht an ihnen. Meine Sorgen und Gedanken finden ihr Heim bei Gott, der die Zeiten in seiner Hand hält. Ich weiß nicht, wieso all dies geschieht, und wohin es führt. Ich weiß nur, was auch immer geschehen mag, er hält seine Hand über mir. Alle Verwirrung nagele ich an das Kreuz seines Sohns. Ich erkenne das Ende nicht, aber er hat einen Plan.

Ich schließe die Augen und lasse mich von seinem Geist durchströmen bis ich überlaufe. Liebe und Friede füllt mein Herz von innen her. Zuversicht breitet sich aus und übernimmt die Kontrolle. Ich weiß nicht, welches Schicksal für die Welt das beste ist. Ich weiß nur, was ER getan und gesagt hat:

Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit […] wird der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. […]Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen?  […]Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
Matthäus 25,31-40
Wer bin ich, an seinem Wort zu zweifeln? Geist der Liebe erfülle mich, ich will hoffen, dass all dies einen Sinn hat. Wir sind die Krieger des Lichts, unsere Waffen haben Waffen des Lichts zu sein. Das Böse überwinden wir nicht mit neuem Bösen, sondern mit Gutem und Gutem alleine. Ich will fest im Glauben stehen, ein Mann der Hoffnung sein, Werke der Liebe sollen es sein, die meinen Weg zeichnen, Werke der Liebe, keine anderen. Und wenn mein Wohlstand dafür schwindet, so habe ich ihn doch für die Liebe geopfert.
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Veröffentlicht in Alltag, Blog
3 comments on “Sind die Flüchtlinge eine Gefahr?
  1. De Benny sagt:

    Jes 16, 1-5. Bin ich die Tage drübergestolpert. Wenn man bedenkt, wie Moab sonst in der Bibel wegkommt, und was hier in Bezug auf die Moabiter verlangt wird…

    Gefällt 1 Person

    • Utopio sagt:

      „3 Zeig uns einen Ausweg, triff eine Entscheidung! Schütze die Gejagten, verbirg die Flüchtlinge! Breite deinen Schatten über sie, mach für sie den hellen Tag zur schützenden Nacht.
      4 Gib den Flüchtlingen aus Moab Gastrecht bei dir, versteck sie vor ihren Verfolgern!« Die Unterdrückung wird einmal aufhören, die Zerstörung ein Ende nehmen und die Verwüster werden aus dem Land verschwinden“ Jes 16

      Ja auch ein schöner Text. Und man fände noch einige andere in der Bibel. Gott ist eben der Gott aller Menschen.

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