Darum fällt ihnen der Pöbel zu…

Erschreckendes geschieht. Ich habe inzwischen auf Facebook die neuen Beiträge meiner Tageszeitung deaktiviert. Denn zu verführerisch ist der Klick auf den Kommentarlink und zu unerträglich, was man dort lesen muss. Und nicht nur dort, an jeder Stelle im Internet breitet es sich aus wie ein Virus: Das Geschrei des Pöbels. Man muss es so hart beim Namen nennen, denn die Umgangsformen spotten jeder Beschreibung.

8 Sie achten alles für nichts und reden böse, sie reden und lästern hoch her.

Man verstehe mich nicht falsch, ich bin sehr wohl für eine gute und offene Diskussion mit unterschiedlichen Meinungen. Mein eigener Chef weiß so manche provokante Aussage in den Raum zu werfen, die ich nicht teile. Aber mit ihm kann man darüber diskutieren. Doch sollte eine solche Diskussion gewissen Regeln unterworfen sein. Sie sollte möglichst sachlich geführt werden und Respekt voreinander bezeugen. Hart in der Sache, weich zum Gegenüber. Als noch Foren und weniger Facebook oder Blogs das Internet bestimmten, schien das noch verbreiteter zu sein. Denn in Foren gibt es Moderatoren, die einschreiten, wenn die Stimmung zu emotional und der Tonfall beleidigend wird. Sie bringen die Streithähne zurück zur Sache und zwingen zu einem durchdachten Austausch von Argumenten. An diesen Moderatoren fehlt es in unserer Gesellschaft zunehmend. Denn man kann sich schnell in seiner Meinungs-Welt vergraben und nichts außerhalb mehr wahrnehmen. Und so lädt die Stimmung sich weiter auf. Jeder kocht in seiner eigenen Suppe.

9 Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das soll gelten auf Erden.

Wie wird sich dieses Land verändern? Ich fürchte weniger die Veränderung durch Asylanten, von denen nur ein Teil überhaupt in Deutschland auf Dauer bleiben können wird. Sie stellen uns vor Herausforderungen, sicher, aber wir werden nicht daran scheitern. Ich fürchte auch weniger die Gefahr durch Terroristen, die selbst in den schlimmsten Tagen nie unserer Zivilisation in ihrem Kern gefährlich werden könnten wie eine richtige Armee. Ihre feigen Akte können uns verwunden, aber nie besiegen. Ich fürchte mich vor dem Tabubruch durch den unsere Scham immer weiter abnimmt unsere christlichen oder unsere liberalen Werte in Frage zu stellen, so dass die vielschichtigen Krisen unserer Zeit uns in die Hände von Menschenverführern jagen wird. Wer die Bibel kennt, weiß, dass die größten Warnungen Jesu nicht vor den Fremden oder den Heiden ausgesprochen werden, sondern vor den falschen Propheten, vor Wölfen in Schafspelzen und am Ende vor dem Anti-Christen, der kein Fremder sein wird sondern aus den eigenen Reihen kommt, um als selbsternannter Messias anstelle Christi zu treten, ein Menschenverführer.

10 Darum fällt ihnen der Pöbel zu und läuft ihnen zu in Haufen wie Wasser.

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16 So sann ich nach, ob ich’s begreifen könnte, aber es war mir zu schwer

Doch keine Furcht bleibt ohne Hoffnung. Kein unchristlicher Gedanke, der am Ende nicht durch Christus überwunden würde. In Geduld und Liebe stehen wir zwischen den Stühlen und bieten unsere Hilfe an, als Moderatoren vielleicht, für die Notleidenden eine Hand, für die Furchtsamen ein beruhigendes Wort. In dem festen Glauben, dass Liebe größere Früchte trägt als Furcht. Im Gebet, dass Gott doch eingreifen werde…

17 bis ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende…

Psalm 73

 

 

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2 Kommentare zu „Darum fällt ihnen der Pöbel zu…

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