Gott Schauen

Sehr spannender Vortrag von Luc Emmerich, Mönch der Johannesgemeinschaft. Er erzählt von christlicher Kontemplation und kontemplativem Leben. Was aber versteht Luc Emmerich unter Kontemplation:

Das Eigene der Kontemplation ist, dass ich nicht mit mir selbst bin, sondern mit einem anderen. Ich suche nicht einen Zustand […] Das was zählt und was der Mönch tut in der Wüste und das was ihr tut, wenn ihr betet, und das, was Christus auf dem Berg tut, das ist: Er ist vor einem anderen. […] In der Kontemplation bzw. in einem kontemplativen Leben geht es um einen anderen, um ein DU. Es ist ein Aufblicken … und auf einen anderen schauen.

Es geht also darum von sich und seinem Ich fort- und aufzublicken, sich auf Gott als dem DU und Ziel meines ganzen Lebens auszurichten, aufmerksam Gott zu schauen. Aber hört selbst:

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12 Kommentare zu „Gott Schauen

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  1. Ich lass das grad mal so neben her laufen — und es spricht genau das an, was man manchen Menschen einfach nicht begreiflich machen kann 🙂
    Die meinen ja dann immer, sie brauchen das nicht, aber mir tun sie trotzdem leid – diese Fülle, die man erleben kann, diese Art von Glück die so ganz anders ist…
    Ich kann nur jedem wünschen, dass er das bald erlebt – denn wenn du es einmal erlebt hast, dann weißt du erst, was es ist….

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    1. Ja und ich finde Luc Emmerich erklärt das auf sehr sympathische Weise.
      Ich bin daher auch immer gerne mal ins Kloster. Als Studenten sind wir immer im Advent ein Wochenende abwechselnd mal in ein evangelisches oder katholisches Kloster.

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      1. das ist ja auch so ein weit verbreitetes Miss-Verständnis – Ich kenne nicht viele, Mönche eher gar nicht, aber die Nonnen, die ich kenne, die sind fröhlich, lustig, tatkräftig

        und das hat mir grad in dem Vortrag so super gut gefallen – wie er sagt:
        Menschen, die sich ausrichten auf Gott sind mehr DA im Leben, mehr wach, mit ihrer Aufmerksamkeit bei ihrem Gegenüber – genau das Gegenteil des Vorurteils, wer sich auf Gott ausrichtet flüchtet sich hinfort aus der Welt, aus dem Leben – gerade eben nämlich nicht 🙂

        auch das mit dem verliebten Gott – Herr-lich 🙂
        und so isses ja wirklich!

        Ich kann nur sagen – In diesem meinen momentanen Retreat – auf eine Art geht’s mir mit der Zeit – 2 Monate sind’s jetzt, zu Hause – Innen drin geht es mir so gut – ohne Übertreibung – wie noch nie!

        ich träum mein Leben lang von drei Monaten in meiner Höhle im Himalaya und die 40 Tage in der Wüste sind das, was mir immer am besten gefallen hat in der gesamten Bibel 🙂

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      2. Viele denken halt man wird mal eben so Mönch. Aber die haben ja alle Zeit der Welt. Es vergehen Jahre als Novize, ehe man wirklich ins Kloster eintritt. Eine Zeit des gegenseitig Probierens.
        Es gibt welche, die eine innere Krise durchmachen oder vor etwas fliehen. Aber die sind eine gewisse Zeit dort und verlassen das Kloster dann auch irgendwann wieder. Denn keine Krise währt ewig. Wirklich Mönch wird i.d.R. nur, wer sich tatsächlich von Gottes Liebe dazu berufen fühlt.

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      3. Ich gehe nicht in’s Kloster, ich mach das mitten im Leben machen
        Das gibt manchmal ein ziemliches Durchananda 😉 aber es ist nun mal mein Weg, was soll ich machen

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      4. Der Grund fürs Kloster besteht nicht an den Mauern,sondern an der Gemeinschaft mit anderen Menschen. Weil Christentum Beziehung ist. Und die kannst überall leben.

        Den geistlich klügsten Menschen, den ich kenne, ein katholischer Pastoralreferent, ist der größte Chaot auf Erden. Da bist glaube in guter Gesellschaft. 😉

        Was mich grad interessieren würde. Ich les grad Johannes von Kreuz Die dunkle Nacht. Ich glaube die christliche Mystik könnte dir auch gefallen. Da stecken solche Schätze drin, die sollte man mal wieder rausholen.

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      5. „Den geistlich klügsten Menschen, den ich kenne, ein katholischer Pastoralreferent, ist der größte Chaot auf Erden. Da bist glaube in guter Gesellschaft.😉“
        Ich liebe dich 🙂

        Ganz bin ich nicht mit dir überein, was die Mauern betrifft.
        Die sperren ja nicht nur ein, die schützen vor allem auch – denn – Gemeinschaft mit Menschen kannst du nicht – nein – musst du, „außerhalb der Mauern“ ja mit sehr vielen Menschen leben, mit Menschen, die alles mögliche ausstrahlen…. viele kannst du dir nicht aussuchen und dazu all die auf der Straße, in Geschäften, da gehst du einmal einkaufen, da schleppst du ja nicht nur deine Einkäufe mit nach Hause …. Männer erleben das, glaube ich, ein wenig anders – frag mal deine Frau….

        Und – denk dran, was der Luc erzählte 🙂 Alle naselang bimmelt die Glocke – erst mal wieder beten 😆
        Das ist ja nicht nur „beten müssen“, das ist jedes Mal wieder sich sammeln – gaaaaaaaaaanz anders als im profanen Arbeits-Leben – und den Unterschied spüre ich halt im Moment so enorm …..

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      6. ööööh – ich kann ja noch nicht wieder arbeiten …
        deshalb sag ich ja immer – das ist – sorry – Kacke, was ich da hab, aber es gibt mir halt diesen Luxus einer längeren Aus-Zeit…

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      7. schwer, auf die Schnelle zu beantworten – ich führ ja „halb-offizielles“ Tagebuch in dem anderen DingsDa….. es geht voran, aber nach wie vor sehr langsam ….

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