Achte auf deinen Weg

Bin ich wirklich alleine, als Einzelner in die Welt getreten und werde die Welt wieder einsam verlassen? Oder ist da noch mehr als ein Weg des einsamen Individuums? Wie ich in der Geburt nie nur ein Einzelner war, sondern ein Team aus Baby und Mutter zur Tat schritten, so bin ich bei genauem Hinschauen auch nie tatsächlich nur ein Einzelner im Leben und schon gar nicht im Sterben.

Ich höre ihn nicht und es fällt mir schwer ihn zu ergreifen. Aber Gott ist immer schon dort und geht meinen Laufen voraus. Seine Gegenwart umhüllt mich,  sein Segen bahnt mir meine Pfade, führen mich zur wasserreichen Quelle.

Wenn ich innehalte und in Stille einkehre, dann vermag ich für einige Zeit das Pochen meiner nimmermüden Gedanken beiseite zu schieben und weiß zu erkennen, wo auf meinem Weg Gott bereits am Wirken war, welche Türen er mir öffnete und öffnen wird, wenn ich ganz tief eintauche vernehme ich gar den Ruf Jesu, der mich in seine Nachfolge einlädt.

Ich bin eingeladen mit ihm zu verschmelzen, ein Hochzeitsmahl steht dort auf dem Tisch bereit, und wenn ich mich nur einlasse, den alten und gottverlassenen Menschen am Kreuz zu lassen, dann werde ich eins mit ihm, wie Vater und Sohn eins sind. Eingegossen in mein Herz, verrückt der Heilige Geist die Grenzen zwischen mir und Gott, aber auch zwischen mir und Menschen, Tieren, Schöpfung, die doch alle von Gottes Atem Leben eingehaucht bekamen. Individuum verliert seinen Wortsinn.

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Veröffentlicht in Alltag, Blog, Theologie

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