Menschenfurcht

In der Apostelgeschichte werden wir ermutigt das Wort Gottes mit Freimut zu reden (Apg. 28,31). Paulus war für diese Unerschrockenheit berüchtigt und sogar ins Gefängnis gegangen.

Ich gestehe, dass mein tägliches Reden dagegen viel mehr von ungerechtfertigter Menschenfurcht geprägt ist.

Bei Entscheidungen zwang mich bislang stets mein Gewissen das Gute zu wählen und zum Glück war ich noch nicht in Situationen, in denen ich mich durch eine solche Gewissensentscheidung in Gefahr oder Gefangenschaft hätte bringen können. Aber bei diesen Entscheidungen ist es genau das richtige Wort, von einem Gewissenszwang zu reden, denn mein Gewissen hat meine Menschenfurcht erst niederzwingen müssen, oft durch eine schlaflose Nacht im Heiligen Geist.

Aber wenn es zu normalen Diskussionen kommt, die keine unmittelbar spürbaren Konsequenzen nach sich ziehen, halte ich des lieben Friedens wegen sehr oft und sehr viel lieber meinen Mund. Dabei bieten sich ständig Gelegenheiten, durch einen freimütig vorgetragenen Standpunkt eine andere Sicht auf die Welt aufzuzeigen und endlich etwas Licht den oft zynischen Meinungen entgegenzusetzen. Es fehlt mir aber viel zu häufig an jenem Freimut eines Paulus, der sich zu keiner Meinungsäußerung zu schade war und wahrscheinlich noch nachts im Gefängnis den Wärtern das Evangelium predigte. Ich bitte Gott an meine Seite, dass doch er trotz meiner Schwachheit für mich durch mich sprechen möge.

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Veröffentlicht in Alltag, Blog

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