An den Flüssen Babylons

Meine Seele erinnert einen fernen Ort des Friedens, an dem Milch und Honig flossen. Ein tiefes Schalom lag in der Luft, erfüllte seine glasklaren Wässer. Es waren keine Flüsse wie die heutigen, die vom Blut rot gefärbt sind. Ich knie hier in Babylon und lasse die Erinnerungen vor meinem inneren Auge vorüberziehen. Wie süsslich schmeckte die Zukunft. Ich lecke mir über meine Lippen, könnte ich doch ihren Geschmack wieder ins Leben rufen. Weinend kralle ich mich an die Vorstellung des Friedens, der in so weite Entfernung gerückt ist. Wird er je wieder sein? Du hast es versprochen, wiederzuerwecken was verloren ward. An dieser Verheißung halte ich dich fest. Ich halte sie dir vor Augen, wissend um die Treue, die dir zu eigen ist. Lass deinen Heiligen nicht in der Grube umkommen.

Wo die Gnade leuchtet wird das Versprechen Wahrheit werden und wenn es auch noch verborgen bleibt. In ihr wird Zion lebendig und von den Toten auferstehen, kein Messer kann an ihre Kehle, wird von ihr erkannt und muss erschrecken. Es sind Wehen einer Geburt, Neues wird kommen und in Schmerzen geboren werden, aber ach ja, Babylon wird fallen.

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