Veränderungen gestalten

Veränderungen sind beängstigend … und sie sind aufregend. Bei mir steht die Geburt meines ersten Kindes kurz bevor. Ein Mischmasch aus verschiedensten Gefühlen eilt den kommenden Wehen meiner Frau voraus. Angst ist eine davon: Werde ich den Veränderungen gerecht werden, die jetzt kommen? Werde ich ein guter Vater sein? Wie wickelt man überhaupt ein Baby? Es fängt ja schon bei dem Gedanken an, wie halte ich ein Neugeborenes richtig. So jung hatte ich noch kein Kind vor mir. Dann geht es weiter, wird es einmal sagen können, geliebt worden zu sein. Werde ich in der Erziehung die richtige Balance zwischen Strenge und Freiheit finden?

Andererseits bieten diese Veränderungen immer auch eine große und sehr lohnenswerte Herausforderung. Es ist nicht gut, wenn ein Leben unverändert einfach nur vor sich hindümpelt. Gott setzt uns in die Welt, um sie zu gestalten, d.h. zu verändern. Das beginnt im Kleinen in den eigenen vier Wänden. Veränderung ist die einzige Konstante im Leben. Anstatt Angst vor ihr zu haben, dürfen wir sie begrüßen. Denn sie bringt eine Vielzahl noch nicht verwirklichter Möglichkeiten in unser Leben. Durch sie eröffnen sich neue Türen, wir dürfen daran mitwirken die Welt noch ein wenig bunter zu machen. Wenn wir die Herausforderung annehmen und die Chancen sehen, die sich dadurch ergeben, kann aus jeder Veränderung etwas Großes erwachsen.

Bei einem Baby ist uns diese Sicht der Dinge vielleicht noch selbstverständlich, ein neues Leben wird aus dem Nichts geboren. Das Neugeborene berührt unsere inneren Instinkte, bringt unser Herz zum Lachen. Es wird uns neue Wege eröffnen, eigene Gedanken denken, das menschliche Potential vervielfachen.

Bei anderen Veränderungen ist uns dieses Potential aber oft nicht bewusst. Dennoch ist es ganz genauso vorhanden. Es verlangt uns gerne eine Menge Gottvertrauen ab, denn nicht jede Veränderung hat positive Vorzeichen. Aber eine jegliche lässt sich positiv gestalten. Unsere Abhängigkeit an weltliche Status lässt uns Veränderungen fürchten, insbesondere wenn sie unseren Status zu verschlechtern scheinen. Doch wenn wir diese Abhängigkeiten in unserem Denken und Empfinden überwinden, ermöglicht jede Veränderung mannigfaltiges Gestaltungspotential. Gerade in stürmischen Zeiten bieten sich durch die enormen Energien, die freigesetzt sind, ebenso große Möglichkeiten einen Unterschied zu machen. Veränderung bietet immer auch die Chance, etwas anders zu machen, eine Gelegenheit zur Umkehr, eine Möglichkeit sich neu auf Gott auszurichten.Es werden uns neue Puzzelteile zugeworfen, die wir auf neue Art und Weise zusammensetzen können.

Jesus hat die Welt überwunden, eine Freiheit von ihr und unseren Abhängigkeiten geschaffen, dass uns keine und selbst nicht eine augenscheinlich negative Veränderung ängstigen muss. Und dennoch fürchten wir uns, das liegt in unserer Natur. In dieser Angst schauen wir neu auf Jesus, nehmen seinen Zuspruch zu unserem Leben aktiv in Anspruch, erleben mitten in ihr die Kreuzigung unserer Abhängigkeiten, entdecken geführt vom Heiligen Geist neue Türen, die wir nun mit all unserer Kreativität durchschreiten und ausgestalten dürfen.

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2 Kommentare zu „Veränderungen gestalten

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  1. Rankommen lassen.
    Gott vertrauen 🙂

    Gott, wenn es Dein Wille ist, schenke mir Achtsamkeit, Kraft, Konzentration und Intuition, um die neuen Herausforderungen zu bewältigen.

    So sage ich auch öfter, in anderen Zusammenhängen.
    Grüße dir in den Sonntag.

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