Damokles-Schwert Teil 2

Morgen hängt es wieder über uns. Letzten Donnerstag hat unsere liebe Tochter tatsächlich stark zugenommen. Zwar noch immer entfernt von dem, wo sie sein sollte, aber besser als vorher und für nur zwei Tage mit einer phänomenalen Gewichtszunahme. Die Hebamme hat sogar wieder dazu geraten nur zu stillen, da das letzte Woche Tag für Tag besser funktionierte und das Zufüttern nur die Schlafzeiten und die benötigte Windelmenge erhöhte.

Jetzt wird sich morgen zeigen, ob sich der Trend fortgesetzt hat. Getrunken hat sie meinem Empfinden nach eigentlich gut. Wobei man beim Stillen ja nie weiß, wie viel sie wirklich trinkt. Aber meine Frau war immer ewig damit beschäftigt. Trotzdem war es eine Achterbahnfahrt. Samstag vergrößerten sich wieder etwas die Schreizeiten im Vergleich zum Trinken. Und heute Morgen war es ganz schlecht. Der Rest des Tages lief dann gefühlt eigentlich wieder gut. Aber der obligatorische Stuhlgang fehlte heute, der auch sichtbar ausdrückt, dass sie gut genährt wurde. Die letzten Tage war mit dem immer fest zu rechnen, wie im Bilderbuch. Der Rückschritt liegt wohl daran, dass sich meine Frau heute wieder nicht sonderlich gut fühlt und unser feinfühliges Kindlein dann gleich mitleidet. Mein Gefühl schwankt, was vom morgigen Tag zu erwarten ist.

Und so hängt morgen wieder das Damoklesschwert über uns und die sorgenvolle Frage, was wenn sich das Gewicht nicht zum Positiven veränderte.

Danke an alle, die uns im Gebet begleitet haben. Ich bitte weiter darum, uns tapfer im Gebet beizustehen. Erstmals in meinem Leben hat auch jener eine Satz eine Bedeutung, den ich bislang nicht mit eigenem Inhalt füllen konnte: „Unser tägliches Brot gib uns heute“.

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13 Kommentare zu „Damokles-Schwert Teil 2

Gib deinen ab

  1. Ich weiß nicht, ob es ein Trost ist – ich war so wenig, sie wollten mich gar nicht aus dem Krankenhaus raus lassen, meine Mutter hat mich dann trotzdem mitgenommen….
    und die nächsten Jahre damit verbracht, mich irgendwie dazu zu bewegen, Nahrung zu mir zu nehmen – unser täglich Brot hab ich auch nach Jahren noch nur gegessen, wenn ich ein Stück liegen lassen durfte … Süßigkeiten von Oma und Opa wurden gesammelt und an’s Kinderheim geschickt, ich hatte kein Interesse… meine Oma hat mir dann auch erzählt, wie ich den Bissen Essen mit gut zureden in den Mund genommen hab, dann musste man mir sagen „jetzt kauen“ – sonst saß ich halt da mit dem Essen im Mund :lol. Jetzt kann ich drüber lachen, aber für meine Familie war es eine Tortur….
    – bin dann trotzdem was geworden….und zumindest körperlich ohne weitere Schäden

    Was jetzt hart klingen mag – zwing dich und möglichst auch deine Frau zum nicht so viel sorgen.
    Bei mir haben sie sich alle ständig gesorgt und das ist mir gar nicht gut bekommen

    Nichtsdestotrotz kann ich deine Sorgen sehr gut nachempfinden
    Das ist hart, so ein kleines, zerbrechliches Wesen und dass deine Frau sehr empfindsam ist, hab ich ja auch schon mitgekriegt
    Werde nachher auf jeden Fall noch mal kräftig für euch beten für morgen und die gesamte weitere Zukunft
    und drück euch ganz feste die Daumen, dass alles gut wird!!!!

    Alles Liebe von Herzen ❤

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    1. Die Geschichte erinnert an meinen Bruder. Wir waren beide als Kind immer schmächtig. Aber er war es besonders. Er hat bei Geburt 1 kg weniger gewogen als unsere Tochter jetzt. Bei den U-Untersuchungen war er immer klar unter der unteren Linie dessen, was normal ist. Ich erinnere mich, dass wir früher öfters in der Uni-Klinik gefahren sind, weil man die Befürchtung hatte, dass er kleinwüchsig bleiben könnte. Das zog sich die ganze Kindheit durch … und dann kam die Pubertät und alles war vergessen.

      Inzwischen wüsste ich auch nicht mehr, was wir noch anders machen sollten. Die Milchproduktion reicht locker. Und sie isst jetzt auch fast immer ganz brav und sie scheint nach dem Stillen meinem Eindruck nach auch satt zu sein. Sie ist halt nur sehr, sehr gemütlich, weswegen meine Frau pro Mahlzeit inzwischen 1,5 – 2 Std. am Stillen ist und 2 Std. später geht es wieder los. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass dies nicht reichen sollte.

      Danke dir !

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      1. Mit der Pubertät – genau da fing auch ich an freiwillig zu essen 🙂
        Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich zum ersten Mal Hunger verspürte und dachte ‚Das ist das also, wovon die immer reden‘

        Na dann – Viel Kraft und Geduld für die nächsten 12 -13 Jahre 😉

        Beten tu ich aber trotzdem

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      2. Mit der Flasche hat sie letzte Woche gut zugenommen. Ich hoffe damit hat sich das Thema erstmal erledigt. Dumm finde ich, dass manche meiner Frau ein schlechtes Gewissen machen wollten, dass sie nicht mehr ums Stillen kämpft.

        Jetzt gehts jedenfalls erstmal ne Woche in Urlaub.

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      3. ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub und sag deiner Frau bitte einen lieben Gruß von mir – mich kümmert inzwischen gar nicht mehr, was irgendwelche Leute von mir denken.
        Rechenschaft schulde ich meinem Gewissen, Gott und der Buchhaltung 😉 sonst niemandem.
        Es ist ein Weg dahin, aber ich kann nur sagen – je mehr ich mir selber folge umso besser funktionieren meine Beziehungen mit den Menschen, mit denen sie halt funktionieren.
        Oder – wie meine Mutter sagen würde – Was hab ich mit’s Volk zu tun 🙂
        Die sind wahrscheinlich irgendwie mit sich selbst nicht zufrieden und lenken sich dadurch von sich selbst ab – anstatt sich mit euch zu freuen, dass die Kleene zugenommen hat
        Pfeif drauf!

        Alles Liebe und Gute für euch ❤

        Gefällt 1 Person

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