Vom Sonnenuntergang

Blutrot sinkt die Sonne hinab zum Firmament, sich sehnend zu vergehen, dem dunklen Nichts der Nacht Platz zu schaffen. Ruhe suchend vom tageslangen Strahlen und der vielen Energie, die des Tags in die Weiten des Alls geschleudert werden, dort einen unendlichen Weg anzutreten. Wie schmackhaft ist da die Nacht, mit ihrer eisernen Starre, nichts zu bieten, nichts zu fordern, das Gegenteil des Seins. Sie lockt mit ihrer Einfachheit und mysteriösen Anmut.Die Nacht aber bringt auch Kälte, die sich in uns bohrt und uns zittern macht. Ihre eisigen Krallen fährt sie über unseren Leib, erkaltete Herzen verkrümmen sich nach Innen, erblinden und erstarren, kein Leid als das eigene noch gelten lassend.

Drum soll kein Sonnenuntergang bestaunt und keine Nacht – und sei sie noch so verlockend – besungen werden, ohne auch den zukünftigen Aufgang unseres Zentralgestirns zu erwähnen. Denn Gott sei Dank, keine Nacht währt ewig. In jedem Dunkel steckt – im Moment noch unsichtbar verborgen, aber doch mit fester Gewissheit – auch die Hoffnung eines neuen Morgens. Der Sonnenaufgang wird kommen, zu vertreiben die dunklen Stunden, neues Licht in unser Leben hineinzuleuchten. Das ist die gute Botschaft und auf diese Hoffnung will ich schauen, sie tief in meinem Herzen bewahren, so vermag die bloße Aussicht mich durch alle Nächte hindurchzutragen.

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Veröffentlicht in Alltag, Blog

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