Ich fühle mit dir

Ein Beben erschüttert dich, zerteilt was einst eins gewesen ist. Äußerlich ohne Narbe, innerlich entzwei gerissen, implodiert dein Seelenfrieden. Blutend auf den Boden geschlagen, schreit deine zermürbte und gemarterte Seele nach dem Ende, den dieses Leben doch endlich nehmen soll. Sehnsucht nach kaltem Nichts greift um sich und sickert durch jede Pore, vergiftet jedweden Gedanken, eine kleine Pille des Todes, die nach dem Aufstehen in Übelkeit und Schrecken stete Dosen durch die Venen jagt.

Ich sehe dein innerliches Schreien und fühle dein stummes Flehen als wäre es ein Ton, der von dir ausstößt und sich in mich bohrt! Ergriffen von der Dunkelheit, Ungerechtigkeit, deinen eingefallenen Empfindungen versuche ich mich zu ordnen. Ich sehe dich und verzweifle daran, meiner Ohmacht begegnend. Gebe nicht auf! Ich will dir Hoffnung schenken.

Herr, erbarme dich unser!
Kyrie eleison.
Hosanna, helfe doch.

Mein Lobgesang gilt dir, du allein kannst die Wunden heilen, in deinem Namen ist die Kraft die Welt auf eines Neues zu verändern. Lass uns nicht zu lange auf den Wandel warten. Die Seelen und deine ganze Schöpfung verzweifelt in ihrer Dunkelheit, ihr Schreien erfüllt den Himmel unter dir. Begegne uns, ich vertraue dir, heile sie! Heilig bist du!

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Veröffentlicht in Arbeit, Blog
3 comments on “Ich fühle mit dir
  1. ananda75 sagt:

    ist das jetzt was „Reales“ …. wenn, dann fühle ich auch gerne mit, das klingt ja ziemlich schrecklich….

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    • Utopio sagt:

      Nein und Ja.

      Es gibt (mehrere) Personen, an die ich beim Schreiben denke. Hier Ja.

      Aber ich würde nicht im Internet eine konkrete Person oder Situation außer der eigenen breit treten. Hier Nein.

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      • ananda75 sagt:

        so war das auch nicht gemeint, nicht als Frage nach Personen…

        Die Ohnmacht kann einen zur Verzweiflung treiben… für mich ein Thema meine
        (HA HA – dass ist ein Typo, da sollte eigentlich stehen „mein“, nicht „meine“, aber…. )
        Leben lang… manchmal müssen wir einsehen, dass wir nichts tun können… außer beten…
        Aber
        Wenn es für den Menschen nicht an der Zeit ist, aus der Misere rauszukommen, dann kann auch das nichts nützen

        Ich denke an einen Menschen – ein wunderbarer Mensch, in jeder Beziehung, aber tief verstrickt in allem Möglichen
        Ich habe ihm Hilfe angeboten, für ihn da zu sein und auch konkret zu helfen
        Letztlich habe ich für ihn gebetet, eine Woche lang sehr bewusst
        Es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass es irgendwie bergauf ging mit ihm
        Ich war nicht die Einzige, die ihm zu gerne irgendwie geholfen hätte
        Dann hat er den Kontakt zu allen abgebrochen
        Geht nicht mehr an’s Telefon, keiner hat ihn mehr gesehen, seit fast zwei Monaten jetzt

        Das ist die brutale Wahrheit
        Manchmal kann man nichts machen
        Jeder Mensch muss seinen Weg gehen

        Es ist noch nicht lange, dass ich unter so was nicht mehr leide
        Ich durfte das Kreuz von meinen Schultern nehmen, das ich über 50 Jahre lang mit mir rum geschleppt habe
        Es ist wohl kein Zufall, dass die ganze Geschichte am Kar-Freitag begann….

        Ich bin klein, mein Herz ist rein
        Ist es? – darauf alleine kommt es an.

        Gefällt 1 Person

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