Du bist unendlich wertvoll!

1. „Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn“ 1. Mose 1, 27

Der Wert des Menschen kommt aus seinem göttlichen Abbild. Dem Menschen wohnt eine seiner Natur zugehörigen Würde inne, die ihren Ursprung nicht im vergänglich und austauschbaren Materiellen sondern in der Unendlichkeit Gottes hat. Es ist die christliche Überzeugung, dass Gott jedem Menschen ein Stück seiner selbst einhaucht, auf dass der Mensch an Gottes Stelle die Schöpfung verwalten und um sie sorgen, aber auch in ihr seinerseits schöpferisch wie z.B. künstlerisch tätig werde. Die Ebenbildlichkeit kann als Spiegel verstanden werden, der Mensch spiegelt Gottes anderenfalls immateriell bleibendes Wesen in die Schöpfung hinein und spiegelt in seiner Geschöpflichkeit wiederum die Schöpfung zu Gott zurück.

2. „Du hast ihn (den Menschen) wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“ Psalm 8

Die Unendlichkeit des Werts des Menschen kommt aus seiner Einmaligkeit. Konsumprodukten wie Autos, die Massenfabrikate sind, können wir einen endlichen Wert zumessen, der sich aus Angebot und Nachfrage bestimmt. Ein Auto soll sich von einem anderen desselben Modells möglichst in keinem Detail unterscheiden. Wir haben es mit einer abzählbaren Menge homogener Güter zu tun. Nicht so bei dem Menschen, jeder Mensch ist ein Unikat. Keiner gleicht dem anderen und keiner soll dem anderen gleichen. Wir haben es nicht mit 8 Milliarden homogener Menschen zu tun, die dem Grunde nach austauschbar sind. Es sind 8 Milliarden Einzelstücke. Jeden einzelnen Menschen gibt es auf diese Art und Weise nur ein einziges Mal auf der Erde. Endet dieses Unikat, verliert das Universum ein unverwechselbares Muster an Gedanken, Gefühlen und Geschichten, das es so noch nie gegeben hat und nie wieder geben wird. Durch diese enorme Knappheit erhält jedes Individuum einen unermesslichen Wert. So wie es nur einen Gott gibt, ist auch jeder Mensch einzigartig, unendlich wertvoll, nur wenig niedriger als Gott.

3. „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.“ 3. Mose 19,2

Eine der Haupt-Charakteristika Gottes ist seine Heiligkeit. Diese Heiligkeit erbt der Mensch durch seine Ebenbildlichkeit und hat sie nach seiner Trennung von Gott durch den Sündenfall zum Ideal. Darum heißt es auch, das Leben des Menschen sei Christen heilig, es ist unantastbar. Und auch Gott gebietet Noah dessen Unantastbarkeit (1. Mose 9). Heilig beschreibt dabei einen Zustand der Vollkommenheit, des Absoluten, des über das Weltliche hinaus ins Transzendente hineinreichende, also etwas Unendliches mit Ewigkeitscharakter. Ewigkeit steht für einen Zustand jenseits der ebenfalls lediglich erschaffenen Zeit. Aus diesem Absolutum des einzigartig geschaffenen, Gottes Abbild in sich tragenden, Menschen erlaube ich mir die Aussage:

Du bist unendlich wertvoll. Du bist vollkommen geschaffen.

Der von uns gespürte Mangel, der uns unvollkommen erscheinen lässt, entsteht alleine durch die fehlende Beziehung zu Gott. In Jesus aber kann die zuvor angesprochene Trennung von Gott und damit von der Quelle der Heiligkeit überwunden werden.

4. „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ Jeremia 31,3

Gottes Liebe zu den Menschen ist stärker als jede Macht auf Erden oder im Himmel. Diese Liebe hat Gott dazu bewegt Jesus in die Welt zu schicken und für die Menschen hinzugeben (Johannes 3,16). In Christus gibt es keine Kraft, weder irdische Herrscher noch geistliche Mächte, welche den Menschen von Gottes Liebe trennen könnte (Römer 8,39). Diese alles besiegende Liebe, welche die kalte Logik der Welt überwindet und ihr entgegengesetzt ist, verleiht dem menschlichen Leben einen unendlichen, ökonomisch unermesslichen Wert. Gott gab für den Menschen das äußerste, er gab in Jesus seine eigene göttliche Herrlichkeit auf (Philiper 2,6-8). Dies tat er aufgrund einer Liebe, welche keine Kosten scheut. Jeder Aufwand ist Gott hoch genug, um auch nur einen einzigen Menschen zu retten. Der Mensch ist ihm wertvoll genug.

Warum sollten wir uns daher nicht ebenfalls als unendlich wertvoll erachten?

Jesus spricht in einem Gleichnis davon, wie der gute Hirte seine Herde verlässt, um einem einzigen verirrten Schaf nachzugehen und dieses vor dem Verderben zu retten (Matthäus 18,12-14). Der Hirte betreibt einen unglaublich hohen Aufwand für nur eines unter vielen Schafen. Aber das eine Schaf ist es ihm Wert, denn es hat für ihn einen unendlich hohen Wert. Gott ist in diesem Gleichnis der gute Hirte, der uns allen nachgeht, um uns zu retten. Denn wir alle sind ihm unendlich viel Wert! Wir sind das eine verlorene Schaf, dessen Wert für den Schöpfer des Universums – eines Universums, das einen Durchmesser von etwa 93 Milliarden Lichtjahren (!) misst – hoch genug ist, einem jeden von uns nachzulaufen.

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