Gott der ganz Andere, Unvergleichbare

In welcher Beziehung steht der Mensch zu Gott? Wie steht Gott zu den Menschen?

Der Mensch kann sich nichts rühmen

Sein bestes Werk ist und bleibt nichts wert vor Gott.  Vor den Menschen gibt es Gutes und Schlechtes, heroische Vorbilder, Künstler, Wissenschaftler. Vor Gott aber tritt ein Jeder nackt, ohne Anschauung der Person. So sehr die heroische Taten ein Wegweiser auf Göttliches sein können, so sehr sind sie aber auch nur Wegweiser. Vom Ziel her gedacht verbleibt eine für den Wegweiser unüberwindbare Distanz zum Ziel. Diese Distanz, so kurz vorm Ziel sie auch auftritt, verwirft alles Menschen Werk. Der Mensch wird nie Gott werden.

Daher ist jeder Mensch dem Tod und dem Gericht Gottes trotz all seiner Menschengüte ausgesetzt, der Gute und Fromme ebenso.

Verneinung Gottes ist das Normale, Greifbare… Erfahrung oder Erkenntnis Gottes bereits im Hier und Jetzt das Wunder.

Der Mensch wird gerettet weil er sich seinem Allzumenschlichen und dem Gericht stellt. Da erweckt Gott den Toten (Auferstehung) und erlöst ihn. Das ist Glauben, welcher als  Gottes Treue übersetzt wird. Der Mensch wagt den Sprung ins Ungewisse, sich ganz als das akzeptierend, das er ist. Da wo er sich nichts mehr rühmen kann – auch nicht der eigenen Selbstverleugnung – fängt Gott ihn auf und erhebt ihn.

Der Mensch kann Gott nicht als Gott erkennen, wer das Glück hat ihn zu erfahren muss dieses unverdiente, gottgewirkte Wunder loben. Der Mensch erkennt Gott selbst da nicht, wo er sichtbar in die Welt hineinwirkt und ihm bereits Heilung anbietet. Da verbannt er ihn ans Kreuz oder verleugnet ihn. Dennoch siegt Gott, der es damit nicht auf sich beruhen lässt, indem Gott zum Tod Auferstehung spricht.  Der Mensch ist dem Tod und Gottes Gericht ausgeliefert, die ihn beide einholen und vernichten werden. Aber er kann hoffen auf Gottes Treue, die ihn auferweckt. Diese Hoffnung wird uns Gläubigen bezeugt im Trost des Heiligen Geistes.

Im Heiligen Geist wird dem diesseitigen Menschen die Würde geschenkt am Erlösungswerk beteiligt zu werden. Er darf mit Gott, dem ganz Anderen, Nicht-Weltlichen, in dieser Welt stehend in eine direkte, persönliche Beziehung treten. Dabei wird das zuvor Geschriebene nicht aufgehoben, wird doch der Heilige Geist ausgegossen, nicht angeeignet, weht er wo ER es will.
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