Erneuerter Geist – der Schmetterling meines Seins

Als Gott die Welt geschaffen hat, da schuf er den Menschen als sein Ebenbild. Die Schöpfung ist in Gänze Körper, Gott und seine Engel dagegen ganz Geist. Der Mensch wurde dazwischen gesetzt als Spiegel des einen für den anderen, als Repräsentant. Der Mensch geschaffen als Körper und mit dem Odem, dem Atem Gottes, mit Geist versehen, sollte Repräsentant Gottes in der Schöpfung und Repräsentant der Schöpfung vor Gott die Welten miteinander verbinden.

Im neuen Menschen, unserem erneuerten Wesen kann dieser Sinn wiedererlangt werden. Unser Geist wird erneuert, die Ebenbildlichkeit vervollkommnet.

Nun fühlt sich mein Wesen aber derzeit so gar nicht erneuert an. Ich trampele noch immer auf der Schöpfung herum, die ich doch eigentlich bewahren und in die ich Gott hinausstrahlen soll. Ich empfinde keine besondere Heiligkeit in mir, kein Dornbusch brennt vor mir ohne zu verbrennen.

Der erste Impuls ist, ich habs verloren. Ich muss tiefer hinein in Meditation, mich ins Gebet versenken. Den religiösen Enthusiasmus wiederfinden, nach den großen Geisteserfahrungen streben, ein heiligeres Leben führen. Dann werde ich wieder erneuert.

Aber da spreche ich als Kleingläubiger. Die Wirklichkeit Gottes ist…ich bin erneuert, auch dann wenn ich es gerade nicht fühle. Diese Wirklichkeit ist an mir geschehen und vom Geist bestätigt. Gott sieht mich als neuen Menschen. Ich bin der neue Mensch. Jesus ist nur darum auferstanden, weil meine Sünde, die auf ihm lastete, vergangen ist.

Die neue Schöpfung wird nicht weniger neue Schöpfung, ob ich sie fühle oder nicht. Genausowenig wie der Schmetterling wieder Raupe wird oder die abgefallenen Blätter zurück hoch an den Baum levitieren. Mein Körper ist der alte und mit ihr meine Seele, aber der Geist, der in mir wohnt, ist ein neuer, er ist eins mit Gott. Ich muss mich nicht erst mit ihm eins machen, ich bin es. Und das ganz unabhängig davon, ob ich ein Heiliger bin, sondern ganz abhängig davon, dass Gott mich will.

Ich mag es nicht sehen und doch ist es geschehen. Ich bin im Geist der geworden, der ich nie war und den ich mir durch keine Technik erarbeiten kann. Diese Umkehrung meiner Selbst kam über mich und ist sie auch nur so groß wie ein Senfkorn, sie lässt sich nicht verlieren. Der umgekehrte Geist schreitet voran, ich habe es nicht verdient, ich habe es nicht zu verantworten und doch passiert es, durchdringt mich immer weiter bis ich nichts anderes mehr bin … unaufhaltsam geht die neue Welt Gottes unsichtbar in mir voran.

PS: Ich soll noch sagen: Bei meiner Frau bin ich mir sicher, dass sie Ebenbild Gottes ist.

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4 Kommentare zu „Erneuerter Geist – der Schmetterling meines Seins

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      1. Ja Fotografie ist auf dem Niveau allerdings eine hohe Kunst. Hier sind die Bilder ja eher nur Beiwerk, dass auch mal Farbe vorkommt und nicht alles nur schwarz weiß ist. Ich habe derzeit leider nicht die Möglichkeit so viel mehr Zeit in den Blog zu investieren als dass ich den Fokus auf eigene Fotografie legen könnte

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