Schweigen…schmerzhaft auszuhalten

Wortlos steht mein Schweigen in der Kreuzung. Ich weigere mich der Zeit eines zu schenken. Stille … schmerzhaft auszuhalten. Meine Gedankenbahnen entzündet, da rasen unausgesprochene Wortsalven durch meinen Geist. Ich blicke auf zu dir, oh Gott, ersehne eine Antwort auf meine Wortlosigkeit. Ausgehöhlt stehe ich vor dir, was ist der Moment, den ich nicht halten, der Plan, der verwesen, das Gras, das verdorren wird. Spreche DEIN Wort in mich, dass ich mich fülle, das Bleibende ernte. Wage ich dich aufzufordern? Im Regen verweilend, meinen Kopf knackend hebend, wandern beschwerte, graue Wolkenmassen vorüber, stoßen ihre Last mir beißend ins Auge. Sehe ich da einen Reiter, auch nur einen? Ach wäre es nur so. Durchnässt fühle ich mich dreckig, alles klebt und ist doppelt beladen. Wortlos trabe ich voran, eine warme Heimat vor Augen, Schweigen im Nacken. Ich vergesse fast, was mich herführte. Die Aufmerksamkeit auf mich gerichtet, als wäre ich das Ziel, verblassen die Worte, die zum Leben führen. Dabei sind genau diese in meinen Ring eingraviert. Was der Mensch alles vergessen kann, wäre da nicht das dunkel, schmerzhafte Gift der Stille mit ihrer Sehnsucht, dass doch bitte der abgefallenen Blume DEIN Wort folgen möge.

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