Stolz ist der Anfang aller Irrwege

Was eint die Religionen trotz ihrer unterschiedlichen mythologischen Grundaussagen: Sie lenken den Menschen von sich fort zu etwas, das größer ist als der Mensch. Ihre größte Errungenschaft ist es, den Menschen dazu zu bewegen seinen Kopf in Ehrfurcht zu neigen.

In dieser oft gar sprichwörtlich ausgeführten Geste weist der Mensch die giftigste Krankheit zurück, die wohl an der Quelle des meisten Übels zu finden ist: Stolz.

War es nicht die Verlockung des Stolzes, der Wunsch „so zu werden wie Gott“, der zum Biss in die verbotene Frucht führte? Ist es nicht Stolz, der mich dazu bewegt mich über meinen Nächsten zu erheben, mich als etwas besonderes, besseres zu denken, in Neid zu erstarren, wenn ich vermeintlich weniger bekomme als der andere? In seiner tödlichsten Facette setze ich mein Geschlecht, mein Land, mein Volk, über das der anderen. Ich habe einen Anspruch auf den Wohlstand und sei es nur der kleinste Vorzug, denn meine Rasse ist etwas besseres. Ich ignoriere die Realität, die ich im anderen geschenkt bekomme, mich selbst im anderen zu erkennen, in dem Spiegel, der wir einander im Ebenbild Gottes sind.

Doch hier endet die Geschichte nicht … auch nicht in der bloßen Verneinung dieses Stolzes Dank der Religion. Dem Stolz können wir so wenig entfliehen wie all unseren anderen natürlichen Anlagen.

Die Geschichte endet und beginnt in der Überwindung dieses Giftes, im sich selbst erniedrigenden Gang ans Kreuz eines anderen, eines Erlösers. Hier endet das Gift des Stolzes, hier gewinne ich die Freiheit eines gereinigtem Stolzes. sich dessen zu rühmen, das ich nicht bin, das ich nicht aus mir selbst schaffe, um so das Erbe der Kindschaft Gottes entgegenzunehmen, das ich mir nicht verdiente.

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